10 Tipps gegen natürliche Giftstoffe in Lebensmitteln

So vermeiden Sie ganz einfach, dass Gemüse krank macht

Gemüse ist gesund. Tomaten, Möhren, Paprika und Salat enthalten viele wichtige Vitamine. Aber Gemüse kann auch krank machen. Viele Pflanzen enthalten natürliche Giftstoffe, die normalerweise dazu dienen, Fressfeinde abzuwehren.

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Mit ein paar einfachen Tipps können Sie sich vor Giftstoffen in Lebensmitteln schützen – die trimeda-Redaktion erklärt wie.

 

Kartoffeln bilden, wie viele andere Nachtschattengewächse auch, als Schutz Bitterstoffe aus – sogenannte Steroide Glykaloide (SGA). In Kartoffeln kommen diese Stoffe (v. a. Solanin und Chaconin) besonders häufig in der Schale vor, da sie sich bei Lichteinfall bilden. Beim Menschen verursachen sie Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu schweren Vergiftungen. Leichte Vergiftungen klingen in wenigen Stunden wieder ab und werden selten mit Kartoffeln in Verbindung gebracht.

Der hohen Toxizität (die tödliche Dosis liegt bei 3–6 mg/kg Körpergewicht) von diesen Glycoalkaloiden kann man vorbeugen, wenn man Kartoffeln schält. Wie bereits Paracelsus (1493 – 1541) schon sagte: Die Dosis macht das Gift.

 

 

So beugen Sie Vergiftungen durch Lebensmittel vor

trimeda gibt Ihnen weitere einfache Tipps, wie man Vergiftungen durch Lebensmittel vorbeugt:

  1. Das Grüne an Kartoffeln, Tomaten und Möhren immer wegschneiden, das ist nicht nur bitter, sondern auch giftig. Bei Knollengewächsen entsteht das Grün bei Lichteinfall.
  2. Bohnen niemals roh essen! Sie enthalten Phasine oder Lektine, die bereits bei geringer Dosierung zu schweren Darmentzündungen führen oder den Sauerstofftransport hemmen. Erst durch Kochen oder sehr langes einweichen werden sie zerstört.
  3. Kartoffeln in der Schale kochen, danach pellen, so bleiben die wertvollen Mineralien und Vitamine in der Kartoffel.
  4. An Kartoffeln Keime und deren Ansatzstellen besonders gründlich ausschneiden, diese entstehen durch die gefährliche Lichteinwirkung und sind ein guter Indikator.
  5. Keine Tee- oder Gewürzblätter von blühenden Pflanzen essen. Methyleugenol, ein Aromastoff, der in Gewürzen, vor allem in Basilikum vorkommt, löst als isolierte Substanz bei Tieren Krebs aus. Tests am Menschen gab es bislang nicht.
  6. Bei Wildpilzen, wie dem Riesenchampignon, immer die Lamellen entfernen. Einige Pilze und Nüsse enthalten größere Mengen an Cadmium, das über Phosphatdünger, Klärschlämme und Bioabfallkomposte in den Boden gelangt und in Pflanzen angereichert wird. Dieser Eintrag in Böden ist zwar rückläufig, aber noch nicht völlig eingedämmt.
  7. Bei Blattgemüse und Salaten große Blattrippen, die Stiele und die äußeren Blätter entfernen oder nur Gemüse aus eigenem Anbau oder biologischem Landbau verwenden. Pflanzen bilden aus Nitrat im Boden Eiweiße. Fehlt das Licht wird das Nitrat gespeichert. Unser Körper wandelt es dann bei der Verdauung in Nitrit und die gefährlichen Nitrosamine um.
  8. Auch in Fenchel, Radieschen, Rettich, Spinat, Sellerie, Lauch, Rhabarber und Kohlsorten ist von Natur aus viel Nitrat enthalten. Dieses Gemüse am besten blanchieren oder kochen und das Kochwasser weggießen.
  9. Bittermandeln und Kerne von Steinobst meiden. Die enthaltene Blausäure löst schon bei geringer Konzentration schwere Vergiftungen aus. Aber auch Süßkartoffeln, Bambus, Apfelkerne und Leinsamen enthalten Blausäure.
  10. Waldmeister und Zimt in Maßen verwenden. Das darin enthaltene Cumarin sorgt in hohen Dosen für Schwindel und Kopfschmerzen, reduziert die Blutgerinnung und führt zu Leberschäden.

Die geringen Mengen an Giften sind allerdings kein Grund, um auf Obst, Salate, Gemüse oder verschiedene Gewürze zu verzichten. Gemüse und Obst enthalten viele wertvolle Inhaltsstoffe. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig. Mit diesen 10 Tipps gegen Gifte in Lebensmitteln, sollte eigentlich nichts passieren. Aber: Bei ersten Vergiftungserscheinungen immer einen Arzt aufsuchen!

 

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