Abhängigkeit von Nasenspray

Verstopfte Nase frei machen - aber richtig

Die kalte Jahreszeit kommt wieder auf uns zu. Der deutsche Otto-Normal-Bürger wird häufiger zum Nasenspray greifen, um die Atemwege frei zu bekommen. Doch Vorsicht – mehr als 100.000 Bundesbürger sind süchtig nach Nasenspray.

© ThorstenF / pixabay.com

Wer hin und wieder unter einer verstopften Nase leidet, greift gern zum Nasenspray. Und schon kann er wieder befreit durchatmen. Was die wenigsten jedoch wissen: Nasenspray kann süchtig machen. 100.000 Deutsche sind abhängig von Nasenspray.

 

Richtig angewandt sind Nasensprays eine tolle Sache. Sie wirken abschwellend und die Schleimhäute beruhigen sich. Der Schleim in der Nase wird schnell spürbar weniger. Nasensprays helfen dem Patienten, wieder frei und unbeschwert atmen zu können.

 

Nasenspray kann süchtig machen

Vor allem jetzt, wo die Temperaturen wieder kälter werden, greifen immer mehr Menschen zu den Nasensprays. Sie sind einfach zu erstehen, nicht teuer und versprechen schnelle, unkomplizierte Hilfe. Was die wenigsten Menschen wissen, Nasensprays können auch abhängig machen. Über 100.000 Deutsche sind abhängig von Nasensprays, schätzt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen. In die Nasenspray-Sucht rutscht man dabei recht schnell. So kann es schon nach einer Woche der Daueranwendung zu einer Abhängigkeit kommen.

Die Rezeptoren in der Nase sind dann geschädigt, die Schleimhäute schwellen ohne den Einsatz von Nasenspray gar nicht mehr ab. Ein Teufelskreis entsteht. Das Gehirn wird so abhängig von den Nasensprays, dass manche Patienten ohne den Einsatz von Nasenspray das Gefühl hatten, keine Luft mehr zu bekommen. Und das obwohl mit ihren Atemwegen alles in bester Ordnung war.

 

 

Bleibende Schäden bei Nasenspray-Missbrauch sind nicht ausgeschlossen

Durch zu viel Nasenspray trocknen die Schleimhäute in der Nase aus. Es kann zu Riechstöhrungen und Nasenbluten kommen. Wer über ein Jahr lang Nasensprays benutzt, muss auch mit bleibenden Schäden rechnen.

Wer eine Abhängigkeit vom Nasenspray bei sich erkennt, sollte einen Arzt aufsuchen, der bei der Entwöhnung helfen kann. Ein einfaches Hausmittel ist außerdem, den Inhalt der Nasenspray-Dose immer weiter zu verdünnen. So entwöhnt sich die Nase langsam und mit der Zeit können Sie voll und ganz auf Nasensprays auf Meersalzbasis umsteigen. Diese lassen die Schleimhäute trotzdem abschwellen, ohne abhängig zu machen.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.