Arzneimittel werden teurer

Immer öfter müssen Patienten in der Apotheke zuzahlen

Seit 1. Juli wurden die Zuzahlungen für Medikamente angehoben. Für Kranke heißt dies: Der Besuch in der Apotheke wird teurer, denn bei etlichen neuen Präparaten müssen gesetzlich Versicherte nun tiefer in die Tasche greifen. Auch Zuzahlungen für bereits auf dem Markt befindliche Medikamente & Arzneimittel verteuerten sich.

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Medikamente gibt es in deutschen Apotheken kaum noch kostenlos. Meist ist eine Zuzahlung fällig.

 

Die Zeiten, in denen in der Apotheke kostenlos ein Rezept eingelöst werden konnte, sind schon lange Zeit vorbei. Seit einigen Jahren bittet der Apotheker bei den meisten Medikamenten um fünf Euro. Seit Anfang Juli wurden einige Medikamente teurer und neue Zuzahlungen sind fällig.

 

Erstattungsbeträge sind schuld

Ursache für den Preisanstieg in der Apotheke sind die Erstattungshöchstbeträge der Krankenkassen. Diese wurden abgesenkt, die Preise der pharmazeutischen Hersteller bleiben dagegen stabil oder stiegen. Die Differenz zwischen diesen beiden Kostenblöcken hat nun der Patient zu tragen. Die Preiserhöhungen betreffen mehrere Millionen Patienten – teilte der Deutschen Apothekerverband mit.

Die Zahl der von der Zuzahlung befreiten Medikamente habe sich von etwa 4800 auf rund 3000 reduziert. Damit ist die Anzahl um ein Drittel gesunken. Im vergangenen Jahr hätten sich die Zuzahlungen auf über zwei Milliarden Euro summiert. Rechnerisch wären pro Präparat 2,60 Euro fällig gewesen.

 

Apotheke nur als Mittelsmann

Die Apotheker weisen mit Blick auf die neuen Preise darauf hin, dass sie nur der Mittelsmann des Geldes sind. Gesetzlich seien sie dazu verpflichtet, die Zuzahlung zu verlangen. Die Einnahmen durch die Zuzahlungen müssen aber komplett an die Krankenkassen überwiesen werden. Diskussionen mit den Apothekern seien daher sinnlos, denn einen Spielraum gibt es nicht.

Wie hoch die Zuzahlung ist, richtet sich nach dem Preis des Medikaments. Sie soll zehn Prozent der Kosten abdecken. Die Zuzahlung müsse sich aber zwischen fünf und zehn Euro bewegen.

 

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