Bärlauch als Gewürz und Heilpflanze

Waldknoblauch im Frühjahr sammeln

Zur Zeit liegt sein knoblauchähnlicher Geruch wieder in der Luft: Bärlauch (Allium ursinum L.). Er wächst in großen Mengen in Deutschland, selbst in den Parks und Wäldern der Großstädte. Weitere Bezeichnungen für das Liliengewächs Bärlauch sind Waldknoblauch, Wilder Knoblauch, Zigeunerknoblauch oder Hexenzwiebel.

© Hans / pixabay.com

Bärlauch ist nicht nur ein schmackhaftes Frühjahrskraut, sondern auch eine Heilpflanze. Er wächst in lichten Wäldern und ist an seinem typischen Knoblauchgeruch erkennbar.

 

Bärlauch ist ein beliebtes Wildgemüse. Seine Anhänger können die Bärlauch-Zeit kaum erwarten. Bärlauch wächst bereits im März, die Blätter können Sie von März bis Mai sammeln. Er gehört zu den Gewächsen, deren Wuchs wir riechen können. Die Blütezeit beginnt im Mai und dauert etwa bis Juni. Vorrangig wächst Bärlauch in Süddeutschland, sonst finden wir ihn eher selten. Vereinzelt gedeiht er in Mitteldeutschland, selbst im Leipziger Auenwald. Bärlauch-Freunde erkennen ihn sofort und wenn Sie den Bärlauch nicht am Geruch erkennen, dann an seinen langen Stielen, die bis zu 40 cm lang werden können. Die Blätter sind also lang gestielt, die Blüten sind weiß und sternförmig.

Dennoch ist Vorsicht geboten: Sie sollten aufpassen, dass Sie Bärlauch nicht mit Giftpflanzen verwechseln – zum Beispiel mit Maiglöckchen, dessen Blätter eingerollt sind und das geruchlos ist. Passen Sie zudem auf, dass Sie den Bärlauch auch nicht verwechseln mit der giftigen Herbstzeitlose, die im Auwald dicht neben dem Bärlauch wuchern kann. Die Herbstzeitlose ist im Gegensatz zum Bärlauch tulpenförmig und geruchlos.

 

 

Heilende Wirkung von Bärlauch

Kenner und Liebhaber von Bärlauch wissen, das Gewächs ist nicht nur eine Waldpflanze, es ist auch seit jeher eine Heilpflanze. Man verwendet Bärlauch als Saft, Salat oder Gewürz. Aus den frischen Blättern können Sie einen Sommersalat zubereiten. Nicht jeder verträgt allerdings den Bärlauch pur. Wegen der Verwandtschaft mit Knoblauch eignet sich Bärlauch als Gewürz für Gemüsesuppen, Quark oder Fleischgerichte. Beim Kochen verliert der Bärlauch Schärfe, er bietet sich an als feine Alternative zu Knoblauch, da er gekocht etwas bekömmlicher ist.

Sie können Bärlauch zu Saft verarbeiten, indem Sie die Bärlauchblätter mit heißem Wasser übergießen oder die Blätter in kaltem Wasser mehrere Stunden ziehen lassen. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen von Bärlauch gehören Vitamin C, ätherische Öle, Mineralsalze, Zucker und Schleim. Den ätherischen Ölen im Bärlauch wird eine heilkräftige Wirkung zugeschrieben mit einer antibakteriellen und krampflösenden Wirkung. Die Schleime sollen abführend oder reizlindernd wirken.

Bärlauch als Heilpflanze wird angewendet bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Arterienverkalkung
  • Bluthochdruck
  • Krämpfen
  • Fieber
  • Infektionskrankheiten (vorbeugend)
  • Verunreinigtem Blut
  • Würmern (im Darm)

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.