Bärlauch als Gewürz und Heilpflanze

Heilpflanze_BärlauchZur Zeit liegt sein knoblauchähnlicher Geruch wieder in der Luft: Bärlauch (Allium ursinum L.). Er wächst in großen Mengen in Deutschland, selbst in den Parks und Wäldern der Großstädte. Weitere Bezeichnungen für das Liliengewächs Bärlauch sind Waldknoblauch, Wilder Knoblauch, Zigeunerknoblauch oder Hexenzwiebel.

Bildquelle: Maria Lanznaster / pixelio.de
Bärlauch ist eine beliebte Heilpflanze.

 

Bärlauch ist ein beliebtes Wildgemüse. Seine Anhänger können die Bärlauch-Zeit kaum erwarten. Bärlauch wächst bereits im März, die Blätter können Sie von März bis Mai sammeln. Er gehört zu den Gewächsen, deren Wuchs wir riechen können. Die Blütezeit beginnt im Mai und dauert etwa bis Juni. Vorrangig wächst Bärlauch in Süddeutschland, sonst finden wir ihn eher selten. Vereinzelt gedeiht er in Mitteldeutschland, selbst im Leipziger Auenwald. Bärlauch-Freunde erkennen ihn sofort und wenn Sie den Bärlauch nicht am Geruch erkennen, dann an seinen langen Stielen, die etwa 40 cm hoch sind. Die Blätter sind lang gestielt, die Blüten sind weiß und sternförmig.

Sie sollten aufpassen, dass Sie Bärlauch nicht verwechseln mit Maiglöckchen, dessen Blätter eingerollt sind und das geruchlos ist. Passen Sie zudem auf, dass Sie nicht den Bärlauch verwechseln mit der giftigen Herbstzeitlose, die im Auwald dicht neben dem Bärlauch wuchert. Die Herbstzeitlose ist im Gegensatz zum Bärlauch tulpenförmig und geruchlos.

Heilende Wirkung von Bärlauch

Kenner und Liebhaber von Bärlauch wissen, das Gewächs ist nicht nur eine Waldpflanze, es ist auch seit jeher eine Heilpflanze. Man verwendet Bärlauch als Saft, Salat oder Gewürz. Aus den frischen Blättern können Sie einen Sommersalat zubereiten. Nicht jeder verträgt allerdings den Bärlauch pur. Wegen der Verwandtschaft mit Knoblauch eignet sich Bärlauch als Gewürz für Gemüsesuppen, Quark oder Fleischgerichte. Beim Kochen verliert der Bärlauch Schärfe, er bietet sich an als feine Alternative zu Knoblauch, da er gekocht etwas bekömmlicher ist.

Sie können Bärlauch zu Saft verarbeiten, indem Sie die Bärlauchblätter mit heißem Wasser übergießen oder die Blätter in kaltem Wasser mehrere Stunden ziehen lassen. Zu den wichtigen Inhaltsstoffen von Bärlauch gehören Vitamin C, ätherische Öle, Mineralsalze, Zucker und Schleim. Ätherischen Ölen wird eine heilkräftige Wirkung zugeschrieben mit einer antibakteriellen und krampflösenden Wirkung. Schleime sollen abführend oder reizlindernd wirken.

Bärlauch als Heilpflanze wird angewendet bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Arterienverkalkung
  • Bluthochdruck
  • Krämpfen
  • Fieber
  • Infektionskrankheiten (vorbeugend)
  • Verunreinigtem Blut
  • Würmern (im Darm)

 

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