Betrügen uns die Wetter-Apps?

Über die Seriösität der Vorhersagen auf dem Smartphone und im Internet

Die letzten schönen Wochen des Jahres wollen viele Menschen zum Sport im Grünen nutzen. So kann der Gesundheit geholfen und die letzten Sonnenstrahlen ausgekostet werden. Um einzuschätzen, wann die richtige Zeit zum Joggen, Fußball spielen oder Trainieren ist, schauen wir gerne in die unterschiedlichsten Wetterapps – doch diese haben ein großes Interesse daran, uns zu betrügen.

Wer sich heute schnell übers Wetter informieren will, schaut kurz in die Wetter-App auf dem Smartphone. Doch wie verlässlich sind die Informationen? Betrügen die Wetter-Apps?

 

Es gibt eine ganze Reihe von Wetter-Vorhersagen – auf dem Smartphone als App oder auf den verschiedensten Internet-Portalen. Beide Formate hat Stiftung Warentest untersucht und festgestellt, dass sich alle relativ ähneln. Es wurde im Wesentlichen die Note „gut“ und „befriedigend“ vergeben.

 

Selbe Daten – andere Ergebnisse?

Das leuchtet ja auch ein – denn die physikalischen Daten des Wetters sind ja für alle Anbieter gleich. Unterschiede gibt es eigentlich nur in der Interpretation der Daten. Hier gibt es durchaus Differenzen zwischen den verschiedenen Anbietern.

Wer den Wetterbericht anschaut, sollte sich folgendes klar machen: Wenn ein Hochdruckgebiet über Europa liegt, bleibt das Wetter relativ stabil. Eine Vorhersage der kommenden zehn Tage ist durchaus verlässlich. Doch wenn uns ein Tiefdruckgebiet vom Atlantik heimsucht, dann kann das Wetter kaum für die nächsten vier Tage seriös vorher bestimmt werden. Da ist es dann auch egal, welche Plattform genutzt wird.

 

 

Besseres Wetter – bessere Stimmung

Uns Menschen machen Unsicherheiten Angst. Wenn wir zum Joggen gehen wollen, möchten wir wissen, ob es später regnen wird. Um unserer Gesundheit willen wollen wir wissen, wie lange die Sonne scheint und wie warm es wird – damit wir die passende Kleidung anziehen können. Deshalb sind Wetterberichte für uns so wichtig. In den USA hat eine Studie sogar gezeigt, dass der häufigste Grund für den Griff nach dem Smartphone der Abruf der Wetterapp ist.

Deshalb ist für die Anbieter dieser Dienste auch ein Markt entstanden – es gibt viele Werbeplätze zu verkaufen. Wer das bessere Wetter hat, der wird auch häufiger angesurft. Dabei frisieren die Wetterdienste nicht die Daten, denn das ist auch kaum möglich. Vielmehr interpretieren sie sie anders. Oft wird für einen Tag nur ein Symbol angezeigt – Sonne, Wolke, Gewitter oder Regen. Die Daten werden einfach großzügig interpretiert, um möglichst viele Sonnen anzuzeigen.

Trotz aller Technologie können wir das Wetter kaum vorhersagen. Mit Berechnungen und dem Abgleichen historischer Daten versuchen wir eine Näherung. Das gelingt aber nicht immer. Die sicherste Methode um das Wetter zu bestimmen, bleibt der Blick in den Himmel.

 

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