Bluthochdruck - Wenn der Körper den ganzen Tag auf 180 ist: Teil 2

Erkennung, Behandlung & Prophylaxe

Sind Sie auch auf 180? Oftmals unbemerkt, stellt der Bluthochdruck eine heimtückische Gefahr für unserem Körper dar. Erfahren Sie, wie Sie die Krankheit erkennen, behandeln und vorbeugen. Im zweiten Teil geht es um die Gefahren der Hypertonie und Therapieansätze.

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Permanent zu hoher Blutdruck schädigt die Gefäße.

 

Wie man einen Bluthochdruck erkennt und welche Menschen besonders gefährdet sind

Der zu hohe Blutdruck wird leider von uns sehr schwer wahrgenommen. Wir spüren ihn anfangs nicht, was ihn so gefährlich macht.

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und achten Sie auf folgende Symptome:

  • Ohrensausen
  • Kopfschmerzen
  • Druck auf den Augen
  • Schwindel
  • schnelle Gesichtsröte auch bei geringer körperlicher Belastung

Ein erhöhtes Risiko an Bluthochdruck zu erkranken haben Personen, die

  • an Übergewicht leiden – vor allem Bauchfett stellt eine hohe Gefahr dar
  • rauchen
  • häufig Alkohol konsumieren
  • mit Stress und psychischen Belastungen konfrontiert werden
  • sich ungesund ernähren.

Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Sind bereits Familienmitglieder aus anderen Generationen von der Erkrankung betroffen, sollte man häufiger den Blutdruck überprüfen, um eine Hypertonie auszuschließen.

Bleibt der Bluthochdruck jahrelang unbemerkt, kann es zu gefährlichen Gesundheitszuständen kommen. Die Belastungsgrenze zur körperlichen Erschöpfung wird immer geringer. Ein unbehandelter Bluthochdruck kann sogar einen lebensbedrohlichen Zustand hervorrufen. Das Herz leistet Höchstarbeit und wird immer mehr gefordert und ist irgendwann überlastet. Daher ist es wichtig, den Blutdruck zu senken.

 

 

Therapiemöglichkeiten zur Senkung des Blutdruckes

Es gibt viele gut wirksame und gut verträgliche Medikamente, die den Blutdruck regulieren.

Nach den ersten Tagen der Einstellung, die oftmals mit Leistungsabfall und Schwächegefühl verbunden sind, geht es dem Körper schon bald besser. Das Blut fließt langsamer durch die Gefäße, was deren Gesunderhaltung fördert. Ihr Arzt wird Sie auf diesem Weg begleiten und Sie individuell einstellen. Doch auch selber kann man etwas für die Senkung des Blutdruckes tun:

  • Vermeiden Sie Stress, Hektik und psychische Belastungen!
  • Gönnen Sie sich und Ihrem Körper Ruhe mit Hilfe von Meditationsübungen und autogenem Training!
  • Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol!
  • Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich! Legen Sie dabei Wert auf vitaminreiche Kost!
  • Nehmen Sie maximal 6g Kochsalz am Tag zu sich!
  • Treiben Sie regelmäßig Sport! Auch regelmäßige Spaziergänge helfen, die Ausdauer und das Herz zu stärken. Auf Kraftsport sollte dagegen verzichtet werden.
  • Versuchen Sie Ihr Idealgewicht zu halten oder zu erreichen!
  • Stellen Sie bestimmte Lebensgewohnheiten um, wird Ihnen Ihr Körper dies schnell danken. Oftmals lässt sich ein leichter Bluthochdruck auch ohne Medikamente behandeln.

Führen Sie in jedem Fall während der Therapie des Bluthochdrucks ein Tagebuch, um Ihre Werte regelmäßig zu kontrollieren. Hierzu wird in der Anfangszeit zwei Mal täglich der Blutdruck gemessen. Bleibt der Wert stabil, reicht auch eine Überprüfung einmal pro Woche aus. Bemerken Sie, dass Ihr Blutdruck Werte unter 120/80 mmHg erreicht, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. In diesem Fall hat vielleicht die Umstellung der Lebensgewohnheiten dazu geführt, dass auf Medikamente verzichtet werden kann. Das bringt den Vorteil, dass man das Risiko von Nebenwirkungen der Medikamente umgeht.

Auch bei Bluthochdruck gilt es, wie bei allen Erkrankungen, dass eine Vorbeugung gesünder ist als die Therapie. Treiben Sie daher regelmäßig Sport und achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Sie stärken somit ihr Herz, Ihre Belastbarkeit und Ihr Wohlbefinden.

 

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