Cholesterin senken & Alzheimer-Gefahr vermindern

Was für das Herz gut ist, schadet auch dem Gehirn nicht!

Die Alzheimer-Krankheit ist für etwa 60 Prozent der weltweit 24 Millionen Demenzerkrankungen verantwortlich. Sie ist auf irreversible Gehirnveränderungen zurückzuführen, die eine Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit bewirken: Die Kompetenz, die Aktivitäten des täglichen Lebens zu bewältigen, nimmt nach und nach ab. Die Ursachen sind nicht abschließend geklärt. Als einer der Risikofaktoren gilt eine Variante im Gen für das ApoE – ein Eiweiß, das eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel spielt. Träger mit diesem Erbgut weisen zudem häufig erhöhte Cholesterinwerte auf und leiden unter Herzproblemen. Dieser Zusammenhang veranlasst Heidelberger Forscher zu der Empfehlung, das Alzheimer-Risiko durch einen gesunden Lebensstil in Schach zu halten. Belesen Sie sich jetzt zu den Details!

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Ein saftiger Burger mag lecker sein, die Kalorienbombe sollte jedoch nur ganz selten auf dem Speiseplan stehen. Denn Fastfood enthält in der Regel viele gesättigte Fettsäuren und diese sind bekanntlich schlecht für den Cholesterinspiegel. Gerade Menschen, in deren Familien vermehrt Demenz auftritt, haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Experten sagen: Was prinzipiell für das Herz gut ist, sei auch gut für das Gehirn.

 

Der Zusammenhang von Cholesterin und Alzheimer

Professor Dr. Hermann Brenner, stellvertretender Direktor vom Netzwerk AlternsfoRschung (NAR) der Universität Heidelberg, bringt seine Forschungsergebnisse auf einen einfachen Nenner: „Was für die Herzgesundheit gut ist, ist auch für Gehirn und Gedächtnis gut.“ Dies gelte offenbar vor allem für Träger der Erbanlagen-Variante ApoE4, die mit einem höheren Risiko für Alzheimer und Arteriosklerose in Verbindung gebracht wird. Beide Krankheiten können die Entstehung von Demenz begünstigen. Möglicherweise reagiert das Gehirn der Träger besonders sensibel auf die Effekte der ApoE4-Variante, wenn es durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einen hohen Cholesterinspiegel vorgeschädigt ist, so die Heidelberger Epidemiologin Dr. Laura Perna. Ein kausaler Zusammenhang zwischen erhöhten Cholesterinwerten und der Bildung von Plaques in den Gefäßen und damit der Entstehung von Herzerkrankungen gelte ohnehin als erwiesen. Es sei also umso wichtiger, sich regelmäßig zu bewegen und ausgewogen zu ernähren, wenn ein erhöhtes Alzheimer-Risiko bestehe – oftmals liefert dafür eine Häufung der Krankheitsfälle in der Familie den ersten Hinweis. Weitere Stoffwechsel bedingte Risikofaktoren sind eine Insulinresistenz beziehungsweise ein Diabetes mellitus.

 

 

Ernährungs-Tipps bei erhöhten Cholesterin-Werten

Zugunsten der Blutfettwerte wird meist zu einer Ernährung mit wenig gesättigten Fetten und vielen löslichen Ballaststoffen geraten. Beta-Glucane, die beispielsweise in Gerste oder Hafer enthalten sind, seien in der Lage, überschüssiges Cholesterin im Verdauungstrakt zu binden, ehe sie ins Blut rückabsorbiert werden und sich dann an den Wänden der Gefäßwand ablagern. Es sollte eine tägliche Zufuhr in Form von Kleie, Flocken, Backwaren oder Ähnlichem über mindestens zwei bis drei Wochen hinweg erfolgen. Auf dem täglichen Speiseplan sollten außerdem Omega-3-Fettsäuren aus Algen oder Fischöl stehen. Der Anteil an Omega-6-Ölen aus Fleisch und Eiern sollte zugunsten der Omega-3-Ölen wie Walnuss- oder Leinöl reduziert werden. Eine weitere Stellschraube ist das Körpergewicht, wobei ein Body-Mass-Index über 30 als kritisch gilt.

Fazit: Eine gesunde Lebensweise minimiert das Risiko für verschiedene degenerative Erkrankungen – so auch für Alzheimer. Lassen Sie Ihre Cholesterin-Werte beim Arzt checken, sollte bei Ihnen eine Prädisposition für Alzheimer bestehen, und leiten Sie rechtzeitig Gegenmaßnahmen ein!

 

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