Darauf sollten Sie beim Pilzesammeln achten!

So vermeiden Sie Ärger mit dem Förster

Für viele Natur-Liebhaber ist der Herbst eine besonders schöne Jahreszeit. Die Bäume färben ihre Blätter in tausende Farben und die tief stehende Sonne zeichnet die schönsten Landschaften. Dazu hat Mutter Natur ihren Gabentisch zu dieser Zeit reich gedeckt: Im Wald sprießen die Pilze im Eiltempo hervor. Dieses Naturschauspiel lässt die Herzen der Pilzsammler höher schlagen und ruft sie auf den Plan. Unerfahrene Hobby-Sammler müssen einiges beachten, sofern sie nicht im Krankenhaus landen oder Ärger mit dem Förster bekommen wollen.

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Pilzesammeln im Wald macht jede Menge Spaß. Darauf sollten Sie allerdings unbedingt achten!

 

 

Eine schöne Pilz-Suppe schmeckt im Herbst besonders gut, wenn die Pilze frisch aus dem Wald gesammelt wurden. Doch das schöne Hobby ist nicht ungefährlich, denn es gibt natürlich auch giftige Pilze. Wer den falschen Pilz isst, kann schnell mit einer Pilzvergiftung ins Krankenhaus kommen. So manches Pilzessen ist bereits tödlich ausgegangen.

 

Vergiftungsgefahr: Giftpilze und Speisepilze sehen sich manchmal sehr ähnlich

Giftige Pilze sind manchmal nur sehr schwer zu unterscheiden. Einen Champignon kennt wohl jeder. In freier Wildbahn kann er auch mal untypisch in grün daher kommen. Dann sieht er dem Grünen Knollenblätterpilz sehr ähnlich. Letzterer ist aber hoch giftig. Viele tödliche Pilzvergiftungen lassen sich auf ihn zurückführen. Es gibt noch viele mehr solcher Beispiele. Experten raten deshalb unbedingt davon ab, Pilze mittels Büchern oder Handy-Apps zu bestimmen. Im Zweifel sollte eine Pilzberatungsstelle aufgesucht werden. Wo sich der nächste Pilzberater findet, lässt sich im Gesundheitsamt oder der Gemeindeverwaltung erfragen.

 

 

Wer im Wald Zweifel hat, ob der Pilz genießbar oder giftig ist, sollte ihn am besten einfach stehen lassen. Der nächste eindeutig essbare Pilz kommt bestimmt! Wer gerne Pilze ist, aber sich keinem Risiko aussetzen möchte und außerdem wenig Zeit hat, kauft Pilze am besten auf dem Wochenmarkt. Dort werden neben Champions auch weitere Pilzsorten wie Pfifferlinge, Shitake-Pilze oder Austern Saitlinge angeboten. Während der Pilzsaison bieten viele Händler aber auch Waldpilze wie Steinpilze oder Maronen an. Auch der gut sortierte Supermarkt um die Ecke wird eine frische Auswahl an Pilzen haben.

 

Viele Pilzarten stehen unter Naturschutz

Klar freut man sich als Pilzsammler über jeden Fund. Man sollte sich dennoch beherrschen und die Pilze nicht kistenweise aus dem Wald tragen. Denn was viele nicht wissen: Viele Pilzearten dürfen gar nicht oder nur in geringen Mengen aus unseren Wäldern gesammelt werden – denn sie stehen unter Naturschutz. Der Kaiserling, Trüffel oder Saftling darf etwa gar nicht gesammelt werden. Bei anderen Arten, wie etwa dem Pfifferling, darf in geringen Mengen gesammelt werden. Hier gilt als Faustregel: Was man mit einer normalen Mahlzeit schafft, ist okay. Alles andere geht zu Lasten des Bestandes. In manchen Regionen wird während der Pilzsaison vom Revierförster kontrolliert. Bei Verstößen gegen die Regeln wird entweder eine Verwarnung ausgesprochen oder wenn der Verdacht auf gewerbsmäßiges Pilzesammeln ohne entsprechende Erlaubnis besteht, sogar ein Ordnungsgeld verhängt.