Das weibliche Herz leidet vor allem unter Bewegungsmangel

Zu wenig Bewegung ist bei Frauen der größte Herzinfarkt-Risikofaktor

Eine australische Studie hat untersucht, was das weibliche Herz ab 30 Jahren besonders belastet. Dabei wurden schädliche Einflüsse wie Faulheit, zu wenig Bewegung, falsche Ernährung, Rauchen und Übergewicht untersucht.

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Bewegung tut allen gut – Männern wie Frauen. Jedoch leidet das weibliche Herz stärker unter Bewegungsmangel. Schwimmen, Radfahren, Laufen und Gartenarbeit können einen enormen Beitrag zur Vermeidung eines Herzinfarkts bei Frauen mittleren Alters leisten. Also … auf die Plätze, fertig, los!

 

Was dem Herzen schadet, ist schon lange bekannt. Vor allem Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel sind die großen Risikofaktoren, die zu einem Herzinfarkt führen können. Doch was wie schlimm ist, war lange Zeit nicht bekannt. Australische Forscher haben das nun untersucht.

 

Bewegung, die Damen!

Die Studie hat ein einfaches Ziel: Den Hauptfaktor identifizieren und dann sinnvolle Gegenmaßnahmen im ganzen Land forcieren – so könnte die Zahl der Herzinfarkte langfristig sinken. Die Langzeitstudie wurde bereits 1996 gestartet. Frauen haben seitdem regelmäßig Angaben über ihre Lebenssituation gemacht, ob sie rauchten und wie viel sie sich bewegten.

Dabei konnten die Risikofaktoren auch ein wenig nach dem Alter der Teilnehmerinnen unterteilt werden. Bei der jüngsten Altersgruppe, die heute etwa 34 bis 39 Jahre alt ist, war das Rauchen der größte Risikofaktor. 28 Prozent von ihnen rauchten zu Beginn der Studie. Diese Zahl geht mit zunehmenden Alter deutlich zurück.

 

 

Breiter Bewegungsmangel

Bei den Frauen ab 48 Jahren zeigt sich dagegen ein anderes Problem deutlich: der Bewegungsmangel. Bereits etwa 150 Minuten körperlich mittelmäßig anstrengende Bewegung könnte Herzinfarkte nach hinten verschieben und jährlich Leben retten. Deshalb empfehlen die Forscher deutlich mehr Wert auf Sport wie Schwimmen aber auch Gartenarbeit zu legen.

In Deutschland sterben jährlich über 50.000 Menschen an einem Herzinfarkt. Dazu kommen etwa 300.000, die an der Folge einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sterben.

 

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