Der Saunaaufguss

Oder was die Sauna erst so richtig besonders macht

Den Höhepunkt eines Sauna-Gangs bildet der Aufguss. Entsprechend diese Prozedur zelebriert. Dabei gibt es in jedem Land andere Gewohnheiten. In Deutschland nimmt in öffentlichen Saunen der Saunameister meist den Aufguss vor. Er weiß, wie er seine Saunabesucher am besten zum Schwitzen bekommt.

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Während des Aufgusses wird es „nebelig“ in der Saunakabine. Das liegt am Wasserdampf, denn auf die heißen Steine des Saunaofens wird Wasser gegeben. Die Sauna wird so kurzzeitig zum Dampfbad. Das soll die Saunabesucher noch einmal so richtig zum Schwitzen und den Kreislauf in Schwung bringen. Der Saunaaufguss ist der Höhepunkt eines jedes Saunaganges und wird daher sowohl in öffentlichen als auch in privaten Saunen entsprechend zelebriert.

 

Für den Saunaaufguss werden rund 5 Liter Wasser benötigt. Diese versetzt der Saunameister mit gewünschten Aromen. Soll der Aufguss ganz klassisch bleiben, so kommen natürliche Aromen wie Fichte, Eukalyptus, Latschenkiefer, Zitrusdüfte, Menthol oder Minze zum Einsatz. Sie sollen Körper und Geist entweder anregen oder beruhigen.

 

 

Mit einer Holzkelle verteilt der Saunameister  das Aufguss-Gemisch auf die heißen Steine im Saunaofen. Dort verdampft das Wasser. Der Wasserdampf verbreitet sich so im Saunaraum und bringt alle Anwesenden noch mehr zum Schwitzen. Nach etwa einen Drittel der Flüssigkeit verteilt der Saunameister den Dampf mit einem Handtuch in der Saunakabine. Um den Effekt des Aufgusses nicht in Gefahr zu bringen, sollte während des Aufgusses der Raum nach Möglichkeit nicht verlassen werden.

In einer privaten Sauna kann der Aufguss-Vorgang natürlich auch einer der Saunagäste die Rolle des Saunameisters übernehmen und die Aufguss-Prozedur durchführen.