Der Stress der Pendler

Länge des Arbeitsweges hat Auswirkungen auf das Wohlbefinden

Kanadische Forscher haben den Zusammenhang zwischen dem Arbeitsweg und dem allgemeinen Wohlbefinden erforscht. Dabei fanden sie heraus, dass die Arbeitnehmer unzufriedener mit ihrem Leben waren, je länger sie täglich zur Arbeit pendelten.

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Der Berufsverkehr fördert Stress.

 

Es ist das allgemeine Wohlbefinden, das beim täglichen Pendeln zur Arbeit leidet. Kanadische Forscher wollten genauer wissen, wie sich der Zusammenhang äußert. Daher haben sie über 3000 Menschen befragt, die jeden Tag mindestens eine Stunde zur Arbeit fahren.

 

Pendler sind unzufriedener

Dabei kam heraus, dass ein direkter Zusammenhang besteht. Je länger also der Weg zur Arbeit ist, desto unglücklicher sind die Arbeitnehmer mit ihrer allgemeinen Lebenssituation. Gleiches gilt auch für die Zeit: Je länger der Weg ins Büro dauert, desto unglücklicher ist der Mensch mit seinem Leben im Allgemeinen. Das erstaunliche dabei: die Unzufriedenheit überträgt sich nicht nur auf das Arbeitsleben sondern auf die Gesamtsituation.

Doch woran liegt das? Zum einen liegt es am empfundenen Zeitdruck, der vor allem dann auftritt, wenn der Verkehr stockt. Durch tägliche Staus im Berufsverkehr fühlen sich die Menschen unter Druck gesetzt und sind schon gestresst, wenn sie zur Arbeit kommen.

Daneben entsteht so etwas wie Freizeitstress. Denn wer die freie Zeit nach Dienstschluss im Auto verbringt, der verliert auch wertvolle Freizeit. Diese Zeit fehlt dann für den Ausgleich zum Beruf. Etwa für Sport oder generelle Aktivitäten, die den Körper auf trapp halten.

 

Pendler leben ungesünder

Die mangelnde Bewegung führt dann wiederum zu erhöhten Krankheitsrisiken – etwa erhöhtem Blutdruck, Übergewicht oder generelle Schlappheit. Statistisch lässt sich das auch belegen, denn Pendler haben mehr Krankentage als Menschen mit einem kurzen Anfahrtsweg zur Arbeit.

Deshalb raten Forscher seit Jahren dazu, möglichst nahe zur Arbeitsstelle zu ziehen. Oder sich aber Arbeit in der Nähe des Wohnortes zu suchen und dafür eventuell Abstriche in der Bezahlung zu machen. Und dann gilt: das Auto lieber stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Denn Studien zeigen: Menschen, die mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren, sind nicht nur gesünder sondern auch glücklicher.

 

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