Die Anzahl der Abtreibungen in Deutschland ist rückläufig

Quote sinkt trotz demografischer Entwicklung

102.800 Schwangerschaften wurden im vergangenen Jahr in Deutschland abgebrochen. Damit ist die Zahl der Frauen, die sich für eine Abtreibung entschieden, um 3,8 Prozent gesunken. Das gilt auch unter Berücksichtigung demographischer Aspekte.

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Der Schwangerschaftstest bestätigt die erste Vermutung: Schwanger oder nicht? Doch nicht alle Frauen freuen sich über ein positives Ergebnisse. Manche wollen das Kind nicht und denken über eine Abtreibung nach.

 

Immer weniger Frauen entscheiden sich in Deutschland für einen Schwangerschaftsabbruch. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden festgestellt. Im vergangenen Jahr sei es zu 102.800 Abtreibungen gekommen. Das sind 3,8 Prozent weniger als im vergangen Jahr.

 

Demographie spielt eine Rolle

Bei den Zahlen muss berücksichtig werden, dass auch die Demographie eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Denn immer weniger Frauen sind überhaupt im gebährfähigen Alter. Doch auch die Quoten sind in den letzten Jahren gesunken.

2004 kamen auf 10.000 Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren noch 66 Abtreibungen. 2010 waren es dann 59 und 2013 lediglich 56.

Die Zahlen geben noch weitere Auskünfte. So entscheiden sich vor allem Junge Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch. 74 % von ihnen waren zwischen 18 und 34 Jahren alt. Während acht Prozent schon älter als 40 Jahre alt waren, waren nur vier Prozent noch minderjährig.

 

Strenge Regeln in Deutschland

Für die Abtreibung gelten in Deutschland strenge Regeln. So müssen Frauen spätestens drei Tage vor einer eventuellen Abtreibung an einem Beratungsgespräch teilnehmen. Der Schwangerschaftsabbruch muss spätestens zwölf Wochen nach der Empfängnis geschehen. Bei vier Prozent der Frauen gab es nach einer Vergewaltigung medizinische Gründe zum Abbruch.

Der Rückgang der Abtreibungen wird vor allem auf eine gute Aufklärung zurückgeführt. Jugendliche wüssten immer besser über Schwangerschaften und Sexualität bescheid, sagen Experten. Ein Sexualkundeunterricht an allen Schulen sei aber weiterhin notwendig.

 

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