Die Tage vor den Tagen: Eisen schützt vor PMS

Wie Sie das Prämenstruelle Syndrom in Schach halten können

Laut einer Befragung leidet jede dritte Frau im gebärfähigen Alter unter dem prämenstruellen Syndrom, kurz PMS genannt. Dieses tritt vier bis vierzehn Tage vor Einsetzen der Regelblutung auf und kann mit Beginn dieser wieder abklingen. Schweregrad und Art der Beschwerden sind unterschiedlich. Ein Viertel der betroffenen Frauen leidet unter besonders starken Symptomen: Diese können von Befindlichkeitsstörungen über Wasseransammlungen und Hautveränderungen bis hin zu Schmerzen im kleinen Becken reichen. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt, sie stehen jedoch mit der Gelbkörperreifung in der zweiten Zyklushälfte in Verbindung. Bestimmte Lebensweisen können das PMS beeinflussen. In einigen Fällen kann auch die zusätzliche Gabe von Eisen vor dem PMS schützen.

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Die Tage vor den Tagen können für manche Frauen zur Qual werden – sie leiden dann unter einer starken Ausprägung des prämenstruellen Syndroms (PMS).

 

Eisen aus pflanzlicher Quelle gegen PMS-Beschwerden

US-amerikanische Forscher haben einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Gabe von sogenannten Nicht-Häm-Eisen, also Eisen aus pflanzlicher Quelle oder Eisenpräparaten, und dem Auftreten von PMS entdeckt: In ihrer zehnjährigen Studie an 3.000 Frauen zeigte sich, dass höhere Mengen an Häm-Eisen das Risiko für PMS um 30 bis 40 Prozent senken können. Den Zusammenhang erklären sich die Forscher damit, dass das Spurenelement an der Serotonin-Produktion beteiligt sei, einem Botenstoff, der die Stimmung beeinflusse. Ebenso sei die Gabe von Zink mit einem geringeren PMS-Risiko verbunden.

Hohe Mengen an Häm-Eisen sind beispielsweise in ungeschälten Speisehanfsamen, in Kardamom und in getrocknetem Thymian enthalten. Ein entsprechendes Präparat mit Eisen als Schutz vor PMS sollten Sie jedoch nur in Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen, da zu viel Eisen toxisch wirken kann.

 

 

Weitere Tipps gegen PMS

Neben Eisenmangel können für PMS auch Störungen der Schilddrüse oder eine Infektion mit Pilzen ursächlich sein – lassen Sie dies von Ihrem Arzt abklären! Allgemein haben ausreichend Schlaf und Bewegung positiven Einfluss auf die Ausprägung von PMS. Psychische Probleme sollten möglichst aus der Welt geschafft werden. Reduzieren Sie außerdem den Genuss von Kaffee und Zigaretten und versuchen Sie auch, sonstige Umweltgifte zu meiden! Salzreiche Speisen und Schokolade hätten ebenfalls einen negativen Effekt auf das Befinden in den Tagen vor den Tagen. Bewährt hat sich hingegen eine bestimmte Kombination aus Fettsäuren. Medikamentös können Sie beispielsweise mit Mönchspfeffer gegensteuern, einem pflanzlichen Präparat, das auch bei Zyklusstörungen angewendet wird.

 

Fazit: Klären Sie am besten mit Ihrem Arzt ab, ob in Ihrem Fall Eisen gegen das PMS helfen kann und ob eine zusätzliche Gabe von Spurenelementen in der zweiten Zyklushälfte sinnvoll sein kann!

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