Ebola – Wie gut sind die Schutzsysteme in deutschen Metropolen?

Jeder kann den Kampf gegen Ebola unterstützen!

Am 23.10.2014 meldete New York seinen ersten Epidemiefall. Für den Seuchenschutz in der Millionenstadt ist das eines der schlimmsten Szenarien. Der Patient wurde sofort isoliert und seine Freunde sowie seine Verlobte unter Quarantäne gestellt.

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Ebola ist eine sehr gefährliche Virus-Krankheit. Wir fragen uns: wie gut sind wir in Metropolen geschützt?

 

Da der Mann, der als Arzt mit der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Westafrika war, bei der Einreise keine Symptome zeigte, durchlief er ohne Probleme die Flughafenkontrolle. Da die Inkubationszeit von Ebola bis zu 21 Tagen dauert und der Mann weder Fieber noch andere Symptome zeigte, ließ man ihn passieren. Ansteckend werden Infizierte meist erst nach Ausbruch der Krankheit, darum schließen die Experten eine Ansteckung der Flugpassagiere aus. Dennoch suchte man sofort nach allen Personen, die nach seiner Ankunft Kontakt mit ihm hatten.

 

Wie ist der Seuchenschutz in Deutschen Städten auf diese Ernstfälle vorbereitet?

In Leipzig wurde am 9.10.2014 ein Ebola-Patient ins St. Georg-Krankenhaus eingeliefert. Dieser Fall zeigte, wie gut die Systeme in Deutschland auf ein solches Szenario vorbereitet sind. Er offenbarte aber auch einige Schwächen.

Erste Symptome sind hohes Fieber, Durchfall, Erbrechen oder Muskelschmerzen. Bei Verdacht werden die Gesundheitsbehörden sofort informiert und können reagieren. Um Panik zu vermeiden, muss eine frühzeitige Aufklärung über die Medien stattfinden. Infizierte sind erst nach Ausbruch ansteckend und übertragen die Krankheit nur über Körperflüssigkeiten. Im akuten Verdachtsfall sind Piloten darauf vorbereitet, Flugzeuge umzuleiten. In Flughäfen wurden bereits Notfallpläne erstellt und Notfallräume eingerichtet.

 

Gut ausgebautes Gesundheitssystem in Deutschland erleichtert Eindämmung eines Ausbruchs

Das Krankensystem in Deutschland ist gut ausgebaut und hat in sieben Behandlungszentren (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart) vorbereitete Isolierstationen, die schnell Patienten aufnehmen können. Für den Transport in die Kliniken stehen in größeren Städten Spezialfahrzeuge bereit. Medizinische Angestellte wurden vorher eingewiesen und entsprechend geschult. Die Schutzkleidung bedeckt den ganzen Körper und wird regelmäßig gewechselt und nach dem Tragen entsprechend behandelt. Diese speziellen Reinigungsanlagen müssen aber auch im Krankenhaus vorhanden sein, sonst stapelt sich kontaminierte Kleidung.

Nach dem Tod eines Patienten muss die Leiche umgehend verbrannt werden. Dafür stehen Desinfektionsmittel, flüssigkeitsdichte Plastikhüllen und speziell präparierte Särge bereit. Bestatter wurden bereits aufgeklärt und eingewiesen. Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland erklärte, dass der Schutz der Bevölkerung in solchen Fällen vor religiösen Richtlinien steht.

Ohne aufwendige Bluttests ist es schwer, das Virus im Frühstadium zu erkennen. Die Tests am Flughafen dienen also mehr der Aufklärung und der Sensibilisierung für mögliche Symptome. Deshalb ist die EU bisher auch gegen diese flächendeckenden Passagierkontrollen. Mit Quarantäne und Isolation von Erkrankten und Kontaktpersonen lässt sich ein Ausbruch vorerst am sichersten eindämmen.

Um selbst etwas im Kampf gegen Ebola zu tun, können Sie die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ mit einer Spende unterstützen. Ihr Geld wird in den Ebola-Gebieten dringend benötigt.

 

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