Ebola: Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

Ebola-Ausbruch in Westafrika

Das Ebola-Virus wütet in Afrika nun schon seit mehr als einem dreiviertel Jahr. Tausende Menschen sind gestorben, weil die Seuche in einer der ärmsten Regionen der Welt ausbrach. In Westafrika fehlt es an medizinischem Personal und an der notwendigen Ausrüstung. Einfachste Schutz-Maßnahmen vor Ebola können nicht umgesetzt werden. Überfüllte Isolierstationen, Angst und Misstrauen in der Bevölkerung sowie ein nur zögerliches Eingreifen der Weltgemeinschaft haben zum schwersten Ebolaausbruch seit Entdeckung der Krankheit geführt.

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Quarantäne und penible Hygiene beim Umgang mit Infizierten bieten den sichersten Schutz vor Ebola.

 

Jetzt gibt es den ersten Ebola-Infizierten in den USA. Er war auf Reisen und kam aus einem der betroffenen Gebiete. Er reiste in die USA ein, weil er dort Verwandte besuchen wollte und zeigte bald darauf erste Symptome. Jetzt stehen in den USA alle Personen, mit denen er Kontakt hatte, unter strenger ärztlicher Beobachtung. Haben sich Menschen in den USA direkt mit Ebola infiziert? Kann dies auch in Deutschland geschehen?

 

Kann Ebola auch nach Deutschland kommen?

Zunächst muss man wissen, dass Ebola eine Inkubationszeit hat. Sie kann von 2 bis 21 Tagen reichen. In der Regel treten erste Symptome jedoch schon nach 8 Tagen auf. Solange der Patient keine Symptome zeigt, ist er kaum ansteckend, denn Ebola wird erst durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Schweiß, Urin, Blut oder Erbrochenem übertragen. So sind vor allem die den Kranken pflegende Angehörige extrem gefährdet. Eine Übertragung durch die Luft ist nicht möglich. Auch eine Übertragung durch Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion) können Wissenschaftler ausschließen.

Das tückische an Ebola ist allerdings, dass die ersten Symptome denen einer Grippe oder Malaria ähneln: Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und ein allgemeines Schwächegefühl. Im nächsten Stadium kommen dann Erbrechen, Durchfall sowie Leber- und Nierenfunktionsstörungen hinzu. Auch können innere und äußere Blutungen auftreten, die zum Kreislauf- und Organversagen und damit zum Tod des Patienten führen.

Deutschland besitzt ein gut ausgebautes Krankensystem. Es gibt gut vorbereitete Isolierstationen, auf denen sehr schnell mögliche Patienten aufgenommen werden. Damit lässt sich die Ansteckungskette effektiv unterbrechen. Absolute Quarantäne der Erkrankten sowie aller Kontaktpersonen ist nach wie vor die sicherste Maßnahme zur Eindämmung eines Ebola-Ausbruchs, denn es gibt bislang weder eine Impfung noch zugelassene Medikamente gegen Ebola.

 

Wie kann man sich vor Ebola schützen?

  • Der wichtigste Ratschlag zum Schutz vor Ebola: Vermeiden Sie eine Reise in die betroffenen Gebiete nach Westafrika. Sollten Sie sich dort aufgehalten haben und die oben erwähnten Symptome an sich bemerken, gehen Sie schnellstmöglich zum Arzt. Kündigen Sie Ihren Besuch vorher telefonisch an, damit das medizinische Personal entsprechende Schutzmaßnahmen vor der Untersuchung treffen kann.
  • Müssen Sie dennoch ins Ebola-Gebiet reisen, versuchen Sie einfache Hygienemaßnahmen einzuhalten. Regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren ist ein erster, wichtiger Schritt. Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten von möglichen Infizierten.
  • Nehmen Sie an einer Beerdigung teil, verzichten Sie auf die Berührung des Toten bzw. von möglichen kontaminierten Gegenständen (z. B. Bett, Matratze, …).
  • Möchten Sie Erkrankten helfen, so sollten Sie Schutzbrille, Handschuhe, Mundschutz und Kittel tragen. Sie bieten Schutz vor einer möglichen Infektion.
  • Essen Sie kein Buschfleisch und vermeiden Sie den Kontakt mit wilden Tieren. Vor allem Flughunde stehen im Verdacht, das Ebola-Virus in sich zu tragen und zu verbreiten. Auch Hunde und Affen können Träger des Virus sein, ohne selbst daran zu erkranken.
  • Vermeiden Sie außerdem ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Noch tritt Ebola nur in Westafrika auf. Der Fall in den USA wird höchstwahrscheinlich ein Einzelfall bleiben, denn die Infektionskette wurde schnell und effizient unterbunden. In Deutschland gibt es bislang keinen einzigen Ebolafall. Wenn Sie etwas im Kampf gegen Ebola tun möchten, dann unterstützen Sie beispielsweise die Arbeit von „Ärzte ohne Grenzen“ mit einer Spende. In den Ebola-Gebieten wird dieses Geld dringend benötigt.

 

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