Feinstaubbelastung 2013 gesunken

Stickoxide und feinste Rußpartikel schaden der Gesundheit

Die Belastung durch Feinstaub ist im vergangenen Jahr in Deutschland gesunken. Das teilte das Umweltbundesamt (UBA) mit. Die Daten wurden vom Auto Club Europa (ACE) ausgewertet. Der Verband kommt dabei zu dem Schluss, dass die Belastung durch Feinstaub seit 2005 um knapp ein Fünftel gesunken ist.

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Viel Verkehr bedeutet gleichzeitig auch, dass viel Feinstaub ausgestoßen wird.

 

Der Smog in China ist derzeit ein Thema in vielen Medien. Ganz so schlimm wie im Reich der Mitte ist die Luftverschmutzung in Deutschland natürlich nicht. Dennoch waren die Werte für Feinstaub und Stickoxide zu hoch. Beides belastet die Gesundheit des Menschen stark. Das veranlasste die Regierung zu handeln und Umweltzonen in Innenstädten einzuführen.

 

Neue Feinstaub-Daten herausgegeben

Das Umweltbundesamt (UBA) hat nun die Zahlen zur Luftverschmutzung im Jahre 2013 veröffentlicht. Der Auto Club Europa (ACE) hat die Daten ausgewertet und zieht ein sehr positives Fazit. Schließlich ist die Belastung durch Feinstaub an den Messstationen, die in der Nähe von Straßen seit 2005 um ein Fünftel zurückgegangen. Im vergangenen Jahr lag die Belastung bei 24,25 Mikrogramm pro Quadratmeter.

Feinstaub besteht aus mikroskopisch kleinen Teilchen, die zumindest für einen gewissen Zeitraum in der Luft schweben. Das macht sie so gefährlich – denn so können sie vom Menschen eingeatmet werden. Der Feinstaub kann sich dann in der Lunge festsetzen und dort die Bronchien oder Lungenbläschen schädigen. Er führt zu Reizungen, die wiederum Lungenkrankheiten wie Asthma oder COPD auslösen. Feinstaub erhöht aber auch das allgemeine Lungenkrebsrisiko.

Langfristig wird durch die Rußpartikel die Lungenfunktion erheblich beeinträchtigt. Desweiteren steht Feinstaub im Verdacht, die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigen zu lassen. Die Folge sind mehr Herzinfarkte sowie Schlaganfälle und damit immense Kosten für das Gesundheitssystem. Die winzigen Staubpartikel, die unter anderem durch Dieselruße, Reifenabrieb oder durch Kraftwerke entstehen, sind also alles andere als harmlos.

 

Kritischer Wert für die Feinstaub-Belastung nicht überschritten

Der kritische Wert von 40 Mikrogramm pro Quadratmeter wurde laut ACE an keiner Messstation überschritten. Die Verbesserungen führen die Experten vor allem auf eine verbesserte Fahrzeugtechnik zurück. Allerdings gibt es noch einen Tageshöchstwert von 50 Mikrogramm. Dieser darf pro Jahr nur 35 mal auftreten. An drei Messstationen, etwa in Stuttgart, war dies aber öfter der Fall.

Deshalb gibt das UBA noch keine Entwarnung. Die weniger optimistische Haltung liegt vor allem an den jährlich 47.000 Todesfällen, die laut UBA mit dem Feinstaub in Verbindung gebracht werden können. Herz-Kreislauf-Probleme, Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen sind typische Folgen von zu hoher Feinstaubbelastung.

Auch deshalb schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen viel schärferen Grenzwert von lediglich 20 Mikrogramm Feinstaub pro Quadratmeter vor. Die EU bleibt aber weiterhin bei ihren bisherigen Wert von 40 Mikrogramm.

 

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