Fettreduzierte Diäten (Low-Fat-Diät)

Verzicht auf Fette lässt Pfunde schmelzen

Die Wirkung fettreduzierter Diäten, auch Low-Fat-Diäten, ist einfach erklärt. Fett enthält mehr Kalorien als Eiweiß oder Kohlenhydrate (9 kcal pro Gramm). Wer auf einen hohen Fettanteil oder Fettgehalt in der Nahrung verzichtet, nimmt deutlich weniger Kalorien auf. Fetthaltige Nahrungsmittel sind: Salami, Mortadella, Leberwurst, Pizza, Butter, Schokolade, Milch, Joghurt, Käse, Chips, Aufläufe, Pommes frites, Hamburger.

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Die Low-Fat-Diät setzt auf eine fettreduzierte Kost, denn damit lassen sich am einfachsten Kalorien sparen. Und jeder weiß, dass Kalorien bekanntlich die kleinen Biester sind, die nachts die Kleidung enger nähen. Es kommen bei dieser Abnehmmethode verstärkt Kohlenhydrate wie Reis und Nudeln auf den Tisch. Auf eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fleisch und Fisch wird weitestgehend verzichtet.

 

Ganz so einfach funktioniert es aber nicht. Wer auf Fett in der Nahrung verzichtet, greift zu Kohlenhydraten, die Zucker und Stärke enthalten. Fetthaltige Nahrung sättigt. Ist der Fettanteil niedrig, bekommen Sie schnell wieder Hunger.

Die Low-Fat-Diät ist zwar nicht schlecht für Ihre Gesundheit, aber auch nicht gesünder als andere Diäten. Verkannt wird, dass nicht alle Fette gleich sind. So gibt es gute wie schlechte Fette. Trans-Fette in Pommes Frites sollten Sie meiden. Aber ungesättigte Fette, die in Nüssen, Pflanzenölen und Fisch enthalten sind, braucht der Körper. Die gesunde Mittelmeerkost hat einen Fettanteil von etwa 40% und ist alles andere als schädlich. Sie macht auch nicht per se dick.

 

Typische fettreduzierte Diäten sind:

 

 

Kartoffel-Diät oder Reis-Diät

Täglich werden Reis oder Kartoffeln gegessen, dazu viel Obst, Gemüse und mageres Fleisch oder Fisch in Maßen. Hauptsächlich setzt diese Diät auf Kohlenhydrate.

 

Pritkin-Diät

Diese Diät wurde in den 1950ern in den USA entwickelt und ist das Gegenteil der Low-Carb-Diäten (Atkins, Lutz). Etwa 80 % Ihrer Nahrung sollte aus Kartoffeln und Reis bestehen, ähnlich wie bei der Kartoffel-Diät oder der Reisdiät. Auch Nudeln, Hülsenfrüchte oder Vollkornbrot dürfen Sie essen oder sollen Sie vielmehr essen, während Sie auf Fett verzichten. Daher sind Fleisch und Fisch verboten, ebenso Butter und Käse sowie Schokolade und tropische Öle. Vereinzelt werden geringe Mengen Eiweiß in Form von magerem Fisch erlaubt. Getränke sollen keine Kalorien enthalten, erlaubt sind daher ungesüßte Kräutertees oder Wasser sowie Kaffee ohne Milch und Zucker.

Salz, Zucker und Alkohol dürfen Sie in geringen Mengen zu sich nehmen, frisches Obst und Gemüse hingegen sowie Salate sind gestattet. Die Pritikin-Diät soll gegen Cholesterin-Ablagerungen vorbeugen. Auch die Pritkin-Diät setzt auf ein begleitendes Sportprogramm. Sie ist reich an Ballaststoffen und ruft dadurch ein Sättigungsgefühl hervor.

Wie die meisten Diäten begünstigt auch die Pritkin-Diät Mangelerscheinungen. Wegen des Verzichts auf Fisch und Fleisch fehlen aber Kalzium, Eisen und Jod in der Nahrung. Ohne Eiweiß, das normal in Fisch und Fleisch enthalten ist, werden Ihre Muskeln schlapp und Sie fühlen sich müde. Zudem verursachen zu viele Kohlenhydrate und Ballaststoffe Durchfall und Blähungen.