Fruchtfliegen aus Asien - eine Gefahr?

Neuer Ärger für Bauern und Winzer

Die trimeda-Redaktion hat bereits ausführlich über die heimischen Fruchtfliegen berichtet und Tipps gegeben, wie man die Plagegeister wieder los wird. Alte Hausmittel helfen hier schnell und effizient weiter. Doch aus Asien kommt eine neue Gefahr auf uns zu.

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Fallobst und verfaultes Obst ist der ideale Ort für Fruchtfliegen. Auf diesem Nährboden können sie ihre Eier legen.

 

Mit den heimischen Fruchtfliegen-Arten haben wir Menschen keine Probleme. Sie sind zwar lästig, aber sie stechen oder beißen nicht und übertragen keine Krankheiten. Doch eine verwandte Art aus Asien sorgt in Deutschland für immer mehr Probleme – die Kirschessigfliege.

 

Asiatische Fruchtfliege vs. heimische Fruchtfliegen: Nur ein kleiner Unterschied

Sie sorgt für große Sorgen bei den heimischen Obstbauern, die Angst um ihre Ernten haben. Vor gut drei Jahren wurde die Art das erste Mal in Baden-Württemberg entdeckt. Eigentlich stammt die Kirschessigfliege aus Asien. Wie sie zu uns nach Deutschland gelangen konnte, ist bisher noch völlig unklar.

Optisch sieht sie den heimischen Arten recht ähnlich und im Prinzip verhält sie sich auch gleich. Es gibt jedoch einen entscheidenden Unterschied: Während heimische Fruchtfliegen nur beschädigtes Obst zur Eiablage nutzen, frisst die asiatische Kirschessigfliege auch gesundes Obst an. Sie bricht dabei die Fruchthaut auf und legt ihre Eier hinein. So kann sie sich rasend schnell vermehren und immer mehr Früchte sind betroffen. Vor allem Brombeeren scheinen sich als Lieblingsspeise herauszukristallisieren.

 

 

Ernteausfälle durch Kirschessigfliege: Verdorbene Früchte

Die Verletzung des gesunden Obstes durch die asiatische Fruchtfliege ebnet Fäulnis-Pilzen den Weg, die nun in die Früchte eindringen können. Das Obst verdirbt dann noch am Baum oder Strauch. Für die Obstbauern ist dies ein Disaster, das die wirtschaftliche Existenz bedroht. Daher schlagen sie vor allem in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg Alarm. Auch Winzer sind betroffen.

Ein richtiges Gegenmittel gibt es bisher nicht. Spezielle Netze helfen, doch ein Pestizid muss noch entwickelt werden. Bis dahin müssen die Bauern das faule Obst möglichst schnell und per Hand von dem gesunden Obst trennen und entsorgen.

In diesem Jahr sind die Eindringlinge weiter auf dem Vormarsch. Sie profitierten vom milden Winter. Viele Bauern hoffen daher auf starken Frost im Winter. Der würde den Schädlingen den Garaus machen.