Fruchtfliegen - woher sie kommen und wie sie verjagt werden

Lassen Sie im Sommer bitte kein angeschnittenes Obst herumliegen

Sie werden Obstfliegen, Fruchtfliegen, Gärfliegen, Mostfliegen, Essigfliegen oder einfach nur Mücken genannt: die kleinen, ekelhaften Plagegeister, die – sobald es wärmer wird – überall dort auftauchen, wo Früchte und Obst aufbewahrt werden. Welche Hausmittel helfen wirklich gegen die kleinen Insekten?

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Früchte ziehen sie magisch an: Kaum liegt das Obst ein wenig, schon sind sie da: Fruchtfliegen. Welche Tipps und Verhaltensregeln gegen die Plagegeister helfen, erfahren Sie hier.

 

Eigentlich heißt das etwa zwei Millimeter kleine Insekt „Taufliege“, lateinisch Drosophilidae. Über 3000 Arten von ihr sind weltweit bekannt. Fünfzig fühlen sich in Deutschland zu Hause. Es gibt sie sowohl in der „Wildniss“, aber eben auch als sogenannte Kulturfolger, die ihre Lebensart an die Gewohnheiten des Menschen angepasst haben. Sie können außerhalb von menschlichen Siedlungen keine dauerhaften Populationen aufbauen.

Ihren Namen verdanken die Taufliegen ihren Lebensgewohnheiten. Meistens sind sie nämlich frühmorgens und spätabends aktiv – dann wenn der Tau die Gräser unserer Hemisphäre bedeckt.

 

Bis zu 400 Eier

Meistens entstehen die Taufliegen auf Komposthaufen oder in verfaultem Obst. Auch menschliche Bio-Abfälle sind ein beliebter Nistplatz. Ein Weibchen kann, wenn es vom Männchen befruchtet wurde, bis zu 400 Eier legen. Daraus schlüpft nach etwa zwei Wochen die nächste Generation der Plagegeister.

Viele Menschen ekeln sich vor den Insekten. Das hat wohl vor allem mit der Assoziation mit Gärendem zu tun. Genau diese Umgebung braucht die Fliege, um sich fortpflanzen zu können. Eine Möglichkeit sich gegen die Invasion der Taufliegen in den warmen Monaten zu wehren ist also, sich gar nicht die ersten Exemplare einzuhandeln.

Wenn es wärmer wird, sollte tunlichst darauf geachtet werden, dass kein Obst und kein Gemüse überreif wird. Dazu sollte der Bioabfall so oft wie möglich geleert werden. Mehrmals die Woche sollte es auf jeden Fall sein. Auch regelmäßiges Lüften hilft, denn die bei der Gärung entstehenden Gase locken die Taufliegen sonst an.

 

 

Was tun, wenn es fast schon zu spät ist?

Hat sich die Taufliege erst einmal eingenistet, ist es schwerer, sie wieder loszuwerden. Aber keines Falls unmöglich! Fürs erste ist es hilfreich ein Glas mit Essig, Wasser, ein wenig Saft, sowie einem Tropfen Spülmittel in die Nähe der Biester zu stellen. Sie werden vom Essig und dem Saft angelockt. Die Seife zerstört die Oberflächenspannung, sodass die Insekten ertrinken.

Auch in feuchter Erde brüten die Fliegen gerne. Dagegen hilft ein Streichholz, dass mit dem Kopf zuerst in der Erde steckt. Ein wenig Zitronensaft auf einer Untertasse sorgt für einen angenehmen Duft im Sommer und vertreibt die Fruchtfliegen.

 

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