Gesundheits-Mythen untersucht: Löst Cola den Magen auf?

Cola ist ein Dickmacher

Es gibt viele Weisheiten rund um das Thema Gesundheit. Einfache Regeln, an die wir uns halten sollen, um gesund zu bleiben. Doch welche davon stimmen und welche davon sind reine Erfindung? Gesundheits-Mythen im Check – was stimmt, was ist falsch? Teil 1: Löst Cola den Magen auf?

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Cola zersetzt zwar nicht den menschlichen Magen, ist aber generell wegen des Zuckergehaltes in puncto Gesundheit das Getränk der Wahl.

 

Viele Schüler werden den typischen Versuchsaufbau aus dem Unterricht kennen. Ein Stück Fleisch wird in ein Glas mit Cola gelegt und einen Tag stehen gelassen. Wenn am nächsten Tag nachgeschaut wird, hat sich das Fleisch teilweise aufgelöst. Also wurde daraus geschlossen: Cola löst auch das menschliche Fleisch und somit den Magen auf. Daher ist Cola böse. Die süße, braune Brause sollte schnellstens und vollständig von der Speisekarte gestrichen werden.

 

Menschlicher Magen saurer als Cola

Ja, natürlich ist Cola trinken nicht gut, aber die aufgespannte Kausalkette stimmt so natürlich nicht. Cola hat, je nach Fabrikat und Ausprägung, etwa einen ph-Wert von 2 bis 3. Bei diesem Wert gilt: je niedriger, desto saurer ist die untersuchte Flüssigkeit. Cola ist damit auf der Skala schon ziemlich weit unten. Noch ein Stückchen tiefer ist dagegen die Magensäure mit einem ph-Wert um 1.

Logisch: wenn die Magensäure saurer ist als Cola und sie den menschlichen Magen nicht auflöst, dann schafft das die Cola ebenfalls nicht. Und das hat einen einfach Grund: die Magenschleimhaut ist mit einer Art Schutzfilm überzogen, der vor Verätzung durch die eigene Magensäure schützt. Dieser Schutz ist auch effektiv gegen die saure Cola.

 

Trotzdem ist Cola nicht gesund

Doch auch wenn die Cola nicht direkt den Magen zerstört, so ist sie dennoch ungesund. Unabhängig vom Hersteller stecken in einem Liter Cola bis zu 40 Stücke Würfelzucker. Das ist viel zu viel. Klar: Cola ist lecker und erfrischend – aber eben ein Dickmacher. Daher gilt: Cola nur in Maßen genießen. Der Magen wird auf jeden Fall nicht darunter leiden.

 

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