Gesundheits-Mythen untersucht: Macht Nasehochziehen krank?

Gesellschaftlich verpönt - unter Gesundheitsaspekten durchaus sinnvoll

Es gibt viele Weisheiten rund um das Thema Gesundheit. Einfache Regeln, an die wir uns halten sollen, um gesund zu bleiben. Doch welche davon stimmen und welche davon sind reine Erfindung? Gesundheits-Mythen im Check – was stimmt, was ist falsch? Teil 3: Nase hochziehen ist ungesund?

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Es mag gesellschaftlich verpönt sein, doch das Nase hochziehen ist besser, als zu oft ins Taschentuch zu schnäuzen.

 

Ein weiteres Mysterium rund um das Thema Gesundheit: Wer Schleim und Sekret die Nase hochzieht, der läuft Gefahr, dass sich der Schleim auch in den Stirn- und Nebenhöhlen ausbreitet. Das, so die Logik, kann dann zu noch unangenehmeren Erkrankungen führen. So werde schnell aus einer harmlosen Erkältung eine Nebenhöhlenentzündung.

 

Nasehochziehen macht krank – Falsch! Das Gegenteil ist der Fall!

Das ist absoluter Quatsch. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall. Wer oft und herzhaft in ein Taschentuch schnäuzt, läuft viel eher Gefahr, dass sich der Schleim samt Bakterien in den Stirn- und Nebenhöhlen ausbreitet.

Bei genauerer Überlegung macht das auch Sinn, denn wer kräftig ausschnäuzt, der drückt den Schleim mit bis zu 150 km/h ins Taschentuch. Dadurch entsteht natürlich auch ein nicht unwesentlicher Luftdruck, der dann den Schleim in die Höhlen im Kopf drücken kann.

 

Irrtum Nasehochziehen ist der Erziehung geschuldet?

Deswegen empfehlen Ärzte nur gemäßigt und nicht all zu oft auszuschnäuzen. Ab und an die Nase hochzuziehen, schadet nicht. Wahrscheinlich ist das Mysterium der Erziehung geschuldet. Mütter wollten wohl verhindern, dass ihre Kinder durch das laute Geräusch negativ auffallen.

 

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