Haartransplantation - Behandlung und Risiken

Neue Haarpracht für kahle Köpfe

Die neue Haarpracht von Dortmunds Trainer Jürgen Klopp interessierte die Medien zuletzt mehr, als die Spiele seiner Mannschaft. In letzter Zeit sah man den Trainer nicht wie gewohnt mit Baseball-Mütze, sondern neben neuer Brille auch mit neuer Frisur. Die Haare wirken voller und tatsächlich hatte sich Jürgen Klopp einer Haartransplantation unterzogen, wie er unverblühmt zugab. Doch nicht erst seit Jürgen Klopp wissen wir, dass es Haartransplantationen gibt. Schauspieler John Travolta trägt zumindest Echthaar-Toupets, der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Silvio Berlusconi, ließ sich bereist 2004 Haare verpflanzen.

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Wird das Haupthaar lichter, denkt so mancher über eine Haartransplantation nach.

 

Eine Haartransplantation ist eine Haarwurzelverpflanzung, bei der gesunde Haarwurzeln an Stellen verpflanzt werden, wo keine Haare mehr wachsen. Diese Haarwurzeln sind nicht bedroht vom Haarausfall. Die Haartransplantation ist einer der häufigsten Eingriffe der Schönheitschirurgie bei Männern. Es ist die beliebteste Methode des Haarersatzes – und die wirksamste Methode, dem Haarausfall zu trotzen.

Eine Haartransplantation kostet zwischen 2.000 und 6.000 Euro, abhängig von der Menge der Haare, die verpflanzt werden müssen. Wichtig ist, dass Sie einen Spezialisten die Behandlung durchführen lassen. Von denen gibt es bisher jedoch nur wenige in Deutschland.

 

Wie funktioniert eine Haartransplantation

Da die Haare am Hinterkopf nicht ausfallen, können diese gesunden Haarwurzel überall dort eingesetzt werden, wo keine Haare am Kopf mehr wachsen. Die gesunden Haarwurzeln wachsen unabhängig dort, wo sie eingesetzt werden. Aus dem behaarten Hinterkopf wird ein Hautstreifen entfernt, der etwa 12 cm lang ist und etwa 5 cm breit. Aus diesem Hautstreifen werden sogenannte Haarinseln entnommen, die der Chirurg mit einer Pinzette in das Unterhautfettgewebe des Kopfes setzt, an die Stellen, wo keine Haare mehr wachsen. Vorher werden kleine Kanäle in die Kopfhaut gestanzt oder kleine Schlitze gezogen.

Ein erfahrener Chirurg schafft mit seinen Kollegen etwa 1.000 Haarinseln pro Behandlung. Eine Haartransplantation dauert bis zu fünf Stunden. Der Patient wird für die Operation lokal betäubt und kann nach dem Eingriff sofort nach Hause. Nach der Operation bildet sich Schorf auf der Kopfhaut, der nach etwa zwei Wochen abfällt. Bis die neu verpflanzten Haare wachsen, vergehen gut fünf Wochen, manchmal dauert es sogar zwei bis drei Monate. Zunächst sind die neuen Haare noch dünn, mit der Zeit werden sie fester und dicker. Nach etwa sechs Monaten können Arzt und Patient beurteilen, ob eine weitere Operation nötig ist, um verbliebene Lücken aufzufüllen. Das kann durchaus der Fall sein, wenn zuvor kaum noch Haare vorhanden waren.

Nach der Operation muss der Patient einige Wochen auf Sport verzichten und direktes Sonnenlicht meiden. Haare waschen ist nach dem dritten Tag erlaubt (mildes Shampoo), Bürsten und Kämme sollten nicht benutzt werden.

 

Risiken einer Haartransplantation

Im Gegensatz zur Transplantation von Kunsthaar ist die Eigenhaarverpflanzung weniger gefährlich. Wird Kunsthaar verpflanzt, sieht das Ergebnis nicht nur unnatürlich aus, häufig ist die Kopfhaut nach einer Transplantation von Kunsthaar vernarbt.

Auch bei Echthaar-Transplantationen kann es vorkommen, dass die neuen Haare nach der Operation nicht nachwachsen, weil es zu Infektionen oder Nachblutungen kommt. Dann sind mehrere Sitzungen nötig. Ist der Chirurg unerfahren und setzt er die Haarinseln zu tief in die Kopfhaut, können sich Zysten bilden, wenn sich die Haare einrollen. Eine Zyste ist ein kugelförmiger Hohlraum, in dem sich Flüssigkeit bildet, meist Blut oder Eiter.

 

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