Händewaschen - mehr als bloße Ästhetik

Der oftmals vernachlässigte Infektionsschutz

Pro Tag waschen wir uns mehrmals die Hände. Oft nur ein sehr kurzer, unbewusster Vorgang. Wasserhahn an, Hände unter den Strahl, ein wenig Seife, kurz die Hände aneinander reiben – fertig! Doch es gibt einige Dinge, auf die beim Händewaschen geachtet werden sollte, um sich vor Krankheitserregern zu schützen. Denn das Händewaschen ist mehr als bloße Ästhetik.

© jackmac34 / pixabay.com

Gründliches Händewaschen will auch gelernt sein und ist mit die wichtigste Prophylaxe-Maßnahme, um schwere Infektionen zu vermeiden.

 

Besonders wichtig ist das Händewaschen nach dem Besuch des stillen Örtchens und vor dem Zubereiten von Essen. So wird die Anzahl der Bakterien auf der Haut verringert und die Gefahr von Schmierinfektionen sinkt. Vor allem Durchfallerkrankungen, Grippeviren und Infektionen werden über diesen Weg übertragen.

 

Erreger auf der Haut sind (noch) kein Problem

Dabei sind die Erreger auf der Haut noch gar keine Gefahr für den Körper. Erst durch Berührung der Hand mit dem Mund oder den Augen, kommt es zur Infektionen. Diese Mikroorganismen werden aber bei einer gründlichen Handwäsche mit dem groben Schmutz entfernt.

Zudem ist es ratsam, nach dem Nach-Hause-Kommen oder der Berührung von Tieren die Hände zu reinigen. Wer den Tag über unterwegs war, hat mit Sicherheit viele Türklinken oder andere Flächen berührt, die von vielen anderen Menschen mitbenutzt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine große Anzahl an Krankheitserreger auf der Haut angesammelt hat, ist groß. Auch vor dem Auftragen von Salben und Cremes sollten die Hände gewaschen werden. Bakterien und Keime können sich sonst an den Rändern der Verpackungen ansammeln und vermehren.

 

 

Richtig Händewaschen

Die Hände sollten zunächst mit lauwarmen Wasser befeuchtet werden. So löst sich der erste, grobe Schmutz besser, als mit kaltem Wasser. Dann Seife auftragen, die durch die angefeuchteten Hände besser schäumt. Zehn Sekunden lang die Seife auf den Händen verteilen und einreiben. Dabei auch auf die Stellen zwischen den Fingern achten, die gerne vergessen werden. Danach kräftig abspülen und abtrocknen.

Außerdem sollte nach Möglichkeit eine pH-neutrale Seife verwendet werden. Herkömmliche Seifen besitzen einen basischen pH-Wert, der nicht nur die Keime zerstört, sondern auch den natürlichen Schutzfilm der Haut. So wird sie anfälliger für Mikroorganismen. Wer auf der ganz sicheren Seite sein will, kann nach dem Händewaschen die Haut mit fettender Creme behandeln.

 

Viel hilft nicht viel

Beim Händewaschen gilt: die Dosis macht das Gift. Nach dem Toilettengang und vor dem Essen ist das Händewaschen absolut wichtig und richtig. Doch wer zu oft die Hände unters Wasser hält, zerstört langfristig die Schutzschicht der Haut. Auch können so Waschzwänge entstehen.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.