Halloween in Deutschland & die Haltung der Kirchen

Datum kollidiert mit dem Reformationstag

Nach dem Oktoberfest in München sowie diversen anderen Volksfesten im Spätsommer bzw. Herbst fiebern viele Menschen noch einem weiteren Fest entgegen, bevor die beschauliche Weihnachtszeit beginnt: Das Grusel-Spektakel Halloween! Das trimeda-Team stellt es ausführlich vor. In Teil 3 beschäftigen wir uns mit den Halloween in Deutschland und die Haltung der Kirchen.

© korneloni / pixelio.de

Auf der Burg Rabenstein (in der Nähe von Darmstadt) findet die größte Halloween-Party Deutschlands statt. Die Kirchen sehen das Fest in Deutschland kritisch, gehen aber vielfach mit der Zeit.

 

Auch in Deutschland erfreut sich Halloween wachsender Beliebtheit. So findet man daher auch hier an diesem Abend mehr und mehr Feen, Fledermäuse, Geister, Zombies, Mumien, Monster, Teufel, Vampire, Orks, Kobolde, Magier usw. Über die Kostümierung möchten die Leute an diesem Tag aus dem Alltag ausbrechen und einfach einmal „Anders-Sein“ als sonst. Die dunklen Mächte locken – ganz besonders auf Burg Frankenstein in der Nähe von Darmstadt. Hier werden die wohl schaurigsten Halloween-Partys der Bundesrepublik Deutschland gefeiert, bei denen über alle Veranstaltungswochenenden hinweg bis zu 20.000 Gäste erwartet werden.

 

Burg Frankenstein lockt mit der größten Halloween-Party in Deutschland

Die evangelische Kirche hat mit dem Fest jedoch so ihre Probleme, denn hier kommt es zur Kollision mit dem Reformationstag am 31. Oktober, wo an die Verdienste des großen Reformators Martin Luther erinnert werden soll. Viele Gläubige sehen den Halloween-Schabernack daher kritisch. Für sie gibt es zu viel Klamauk und zu wenig Inhalte. Doch junge christliche Gemeinden öffnen sich mehr und mehr dem Trend. Sie feiern Halloween auf ihre eigene Weise – weniger Grusel dafür noch mehr phantasievolle Spiele. Die Fröhlichkeit und das gesellige Miteinander stehen dann im Fokus.

 

 

Selbst in den USA ist Halloween nicht unumstritten und das beinahe volksfestmäßige Zelebrieren des Festes ist einigen ein Dorn im Auge.

 

Halloween-Kritiker gibt es selbst in den USA

So distanzieren sich die evangelikalen Christen von den Halloweenbräuchen. Sie sehen es als okkultes Fest, bei dem Satanisten dem Bösen huldigen. Doch die evangelikalen Christen in den USA blasen zum Gegenangriff. Während die Vorbereitungen für Halloween aller Orten laufen, bauen sie sogenannte Hell Houses auf. Diese Spukhäuser dienen der Abschreckung und sollen die Menschen wieder auf den richtigen Weg führen. Gezeigt wird beispielsweise das Höllenfeuer und die ewige Verdammnis als Strafe für unmoralische Handlungen. Es kam schon mehrmals vor, dass die Hell Houses mit einer Party-Location verwechselt wurden.