Halloween-Traditionen: Von Kürbis-Laternen bis Grusel-Partys

Das Grusel-Spektakel hat auch hierzulande viele Fans

Nach dem Oktoberfest in München sowie diversen anderen Volksfesten im Spätsommer bzw. Herbst fiebern viele Menschen noch einem weiteren Fest entgegen, bevor die beschauliche Weihnachtszeit beginnt: Das Grusel-Spektakel Halloween! Das trimeda-Team stellt es ausführlich vor. In Teil 2 beschäftigen wir uns mit den Halloween-Traditionen, die aus den USA nach Deutschland kamen.

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An Halloween kann es nicht gruselig genug zugehen – Kürbisse, Dämonen, Hexen, Zombies, Vampire und Geister sind nur ein paar Beispiele für Verkleidungsmöglichkeiten.

 

Die bekannteste Halloween-Tradition ist wohl das Schnitzen der Kürbis-Laternen. Die „Jack O’Lantern“ genannten Kürbisse dienen der Abschreckung von bösen Geistern. Damit sich Teufel & Co erschrecken, werden furchtbare Fratzen in die Kürbisse geschnitzt. In Irland war der Halloween-Kürbis eine Rübe, denn Kürbisse gab es damals nicht. Sie wuchsen früher ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent. Knubbel und Ausstülpungen bei den Rüben nutzen die Menschen gleich, um sie in die Gestaltung der Rübenfratze einzubeziehen.

 

 

Gruseldeko und Halloween-Partys

In den USA dekoriert man außerdem gerne die Häuser mit gruseligen Motiven. Halloween ohne Spinnennetze, Spinnen, Hexen, grünem Schleim, schwarze Katzen, Skelette und stilisierte Totenköpfe ist dort nicht denkbar. Außerdem steigt der Absatz bei Theaterblut, Schminkutensilien und Perücken merklich.

Bei den Halloweenbräuchen mögen es die Amerikaner deutlich schauriger als in Europa. Es erinnert eher an Karneval im Herbst. Kinder fiebern dem Fest wochenlang entgegen. Es wird viel Aufwand für die Kostümierung betrieben. Als Hexen, Gespenster oder Skelette verkleidet, ziehen die kleinen Halloween-Fans von Tür zu Tür. Sie fordern mit einem energischen „Trick or Treat“ Bonbons und Schokolade ein. Wer der Aufforderung „Süßes oder Saures“ nicht nachkommt oder sich nicht mit einem kleinen Geldbetrag freikauft, der muss damit rechnen, dass ihm ein Streich gespielt wird. Gern werden dann die Fenster mit Seife beschmiert oder das Auto mit Toilettenpapier eingewickelt. Die Polizei achtet streng darauf, dass die Tricks nicht aus dem Ruder laufen und greift bei Verdacht auf ernsthafter Sachbeschädigung hart durch.

Die Amerikaner lieben Halloween, sodass am Abend des 31. Oktobers von der Ostküste bis zur Westküste und von Alaska bis Florida gruselige Halloween-Partys gefeiert werden. Oft trifft sich die ganze Nachbarschaft zum schaurigen Gelage. Schulen veranstalten Kostümbälle oder Kürbisschnitz-Wettbewerbe.