Heilfasten

Durch bewussten Verzicht zum Wunschgewicht

Heilfasten ist keine Diät, um Gewicht zu reduzieren. Vielmehr soll sich der Organismus regenerieren. Heilfasten wird vom Arzt überwacht. Gefastet wird wenige Tage oder bis zu drei Wochen. Entweder werden beim Fasten nur Wasser sowie ungesüßter Kaffee und Tee zu sich genommen oder zusätzlich Nährstoffkonzentrate, die Eiweiß enthalten sowie Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und wichtige Fettsäuren.

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Beim Heilfasten bleibt der Teller vielfach leer. Der Verzicht auf Nahrung soll den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen, da er nicht mehr mit der Verdauung beschäftigt ist, sondern Kapazitäten frei hat. Die Gewichtsreduktion ist nicht das vordergründige Ziel des Fastens, sondern lediglich ein Nebeneffekt.

 

Fasten eignet sich nicht, um abzunehmen. Wissenschaftlich ist es unklar, ob und wie Fasten eine heilende Wirkung hat. Fasten beeinflusst die Psyche, bei einigen negativ, bei anderen positiv. Kurzes Fasten ist nicht ungesund, ein gesunder Mensch kann bis zu 48 Stunden ganz auf Nahrung verzichten, wenn er ausreichend trinkt. Längeres Fasten ist für den Körper eine Belastung und muss stets mit dem Arzt abgesprochen werden, der das Fasten auch überwachen sollte.

Fasten, das dazu dient, Kalorien abzubauen, um Gewicht zu verlieren, nennt man auch Null-Diät. Dieses totale Fasten hat nichts zu tun mit dem Fasten, das aus religiösen Gründen vollzogen wird. Bei der Null-Diät trinken Sie ausschließlich Wasser oder Kräutertee, Lebensmittel jeder Art sind nicht erlaubt. Ein gesunder, erwachsener Mensch kann etwa einen Monat auf Nahrung verzichten, wenn die optimale Flüssigkeitszufuhr gewährleistet ist.

 

Mit dem Heilfasten verwandte Diäten sind:

 

 

Markert-Diät

Die Markert-Diät ist ähnlich dem Fasten, mit dem Unterschied, dass statt Wasser Gemüsesäfte und vor allem Eiweiß-Shakes getrunken werden. Etwa 60 Gramm Eiweiß täglich nehmen Sie bei der Markert-Diät auf. Dadurch soll verhindert werden, dass Muskelgewebe abgebaut wird. Auch bei dieser Diät steht Sport auf dem Diät-Plan.

Dr. Markert, der Erfinder dieser Diät, hat sie mittlerweile verändert, um einen Nährstoffmangel zu verhindert und auch deshalb, weil er von Medizinern kritisiert wurde. Die Markert-Diät ist jetzt keine Fasten-Kur mehr, sondern eine kalorienreduzierte Diät. Obst und Gemüse sollen morgens gegessen werden, auch pflanzliche Fette, etwa Nüsse. 40 % Kohlenhydrate täglich sollen Sie aufnehmen und 20 % Eiweiß. Das Abendessen besteht deshalb weiterhin ausschließlich aus einem Eiweiß-Shake.

 

Saftfasten nach Buchinger

Eine Form des Heilfastens ist das Saftfasten. Innerhalb von drei Tagen wird die Nahrung reduziert, bis während der Fastenzeit nur noch Obst- und Gemüsesäfte getrunken werden sollen. Zusätzlich können Sie warme Gemüsebrühe löffeln und Kräutertee mit Honig trinken.

 

Schroth-Kur

Die Schroth-Kur wird eingesetzt, um Rheuma, Übergewicht, Gicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu behandeln. Gegessen werden Reis-, Gries- oder Hafergerichte. Trockene Brötchen (ungesalzen) können dazu verzehrt und ein Kurwein getrunken werden. Unterstützt wird die Schroth-Kur durch Saunagänge und gemäßigte Sonnenbäder.

 

F. X. Mayr-Kur

Diese Kur ist die Milch-Semmel-Diät nach Ferdinand Xaver Mayr. Morgens und mittags wird eine trockene Semmel gegessen, dazu trinken Sie Milch, um die Semmel leichter zu zerkauen. Die Mayr-Kur soll den Darmtrakt entschlacken.

 

Dinner-Cancelling

Wie der Name schon sagt, sollen Sie bei dieser Diät auf das Abendessen verzichten. Der Körper soll zwischen Mittagessen und dem Frühstück am nächsten Tag etwa 14 Stunden keine Nahrung mehr verdauen müssen. Abends dürfen Sie beim Dinner-Cancelling nur noch Wasser oder Kräutertees trinken.

Der Vorteil beim Dinner-Cancelling: Abends werden unnötig Fette aufgenommen, etwa Chips und Schokolade, oder es wird Alkohol und Cola getrunken. Andererseits ereilen Sie Heißhungerattacken, wenn Sie mittags die letzte Mahlzeit einnehmen. Außerdem gibt es wissenschaftlich keinen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme und Ihrem Gewicht. In Süd-Europa essen die Menschen auch spät abends und sind aufgrund ihrer leichten Kost meist schlank. Entscheidend ist, was Sie essen, nicht wann.

 

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