Kampf dem Reizhusten: Richtiges Husten will gelernt sein

Damit falsches Husten nicht zum Dauerproblem wird

Die kalte Jahreszeit kommt und mit ihr rollt die Erkältungswelle an. Überall schnieft und hustet es. So mancher Huster dröhnt dabei wie ein Donnerwetter. Auch wenn Husten ein eher intuitiver Prozess ist, will richtiges Husten gelernt sein. Denn schnell kann falsches Husten zum Dauerproblem werden.

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An die Ursachen des Reizhusten kommt man mit Kräuterbonbons nicht heran. Jedoch können die Hustenbonbons den schlimmsten Hustenreiz schnell lindern und so erstmal für eine Beruhigung sorgen. Mit einem Huflattich-Tee sagen Sie dem Reizhusten adé.

 

Grundsätzlich unterscheiden Pneumologen, also Fachärzte für Lungenheilkunde, zwischen dem produktiven und unproduktiven Husten. Während sich beim produktiven Husten Schleim löst, ist der unproduktive Husten trocken und quälend. Der produktive Husten ist eigentlich gewollt, denn er hilft beim Abtransportieren der Bakterien/Viren bzw. deren Abbauprodukte. Man sollte daher lediglich den unproduktiven Husten mit Hustendämpfern bekämpfen.

 

Produktiver und unproduktiver Husten kann quälend sein. Zärtliches Husten hilft.

Zum unproduktiven Husten zählt auch der trockene Reizhusten. Hier sollten sich die Betroffenen vornehm zurück halten und eher zärtlich husten. Das ist leichter gesagt als getan, denn zunächst ist den wenigsten Menschen klar, was Pneumologen unter zärtlichem Husten verstehen.
Beim zärtlichem Husten sollte der Betroffene mit der linken Hand eine Faust bilden. In diese wird sanft hineingehustet. Dabei sollten sich die Wangen aufplustern. In den Bronchien bildet sich so eine winzige Luftbarriere. Diese Barriere sorgt dafür, dass die Bronchien beim Husten nicht aufeinander prallen und es so zu keinen winzigen Verletzungen der Schleimhäute kommen kann. Genau hier liegt der Schlüssel zur Lösung des Problems Reizhusten.

Auch dem Reizhusten liegt letztlich ein Infekt zu Grunde. Dabei befallen Viren die Schleimhäute und lösen dort eine Abwehrreaktion aus. In Folge dessen können kleinste Wunden entstehen. Diese Wunden sind aber dafür verantwortlich, dass ein Stoß kalter Luft ausreichend ist, um die Nervenfasern in der Schleimhaut zu reizen. Der Betroffene reagiert auf diesen Reiz mit einem Hustenanfall. Wird diesem unkontrolliert nachgegeben, prallen die Bronchien und damit die Schleimhäute aufeinander. Die Wunden reißen dann erneut auf und der Teufelskreis beginnt von vorn. So entsteht ein sich selbst erhaltender Husten.

 

 

Hustenanfall: Schleimhäute befeuchten und tiefes Luftholen können Erleichterung bringen

Zärtliches Husten unterstützt den Heilungsprozess der angeschlagenen Schleimhäute, reicht aber in der Regel nicht aus. Betroffene sollten daher alles tun, um die Schleimhäute zu schonen. Darüberhinaus beschleunigt die Befeuchtung der Schleimhäute den Heilungsprozess. Dies kann durch Inhalieren von Salzlösung oder dem Gurgeln mit Salzlösung geschehen. Empfohlen wird hier ein Mischungsverhältnis von einen Teelöffel Salz auf einen Liter Wasser. Warme Getränke helfen ebenfalls, den Hustenreiz zu bekämpfen, denn Luftröhre und Speiseröhre liegen sehr eng beieinander. So kann die Wärme gut an die betroffenen Stellen transportiert werden. Die Inhaltsstoffe von Spitzwegereich-Tee oder Hufflattich-Tee helfen außerdem, vorhandenen Schleim zu lösen.

Außerdem sollten Betroffene auf ihre Atmung achten. Richtiges Atmen hilft als Strategie gegen Reizhusten. Oberflächliches und zu schnelles Atmen kann Reizhusten mit auslösen. Wer bewusst langsam und tief Luft holt, entlastet gezielt seine Schleimhäute.

 

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