Kieferhöhlenentzündung - unangenehm und unterschätzt

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Stechender Schmerz in den Backen und dazu Atembeschwerden? Was sich auf den ersten Blick anhören mag wie eine Erkältung kombiniert mit einem kaputten Zahn, kann auch eine Entzündung der Kieferhöhlen sein. Vielen ist sicherlich nicht bewusst, dass sie überhaupt so etwas wie eine Kieferhöhle haben, geschweige denn, dass sie sich entzünden kann. Deswegen hier einige grundlegenden Informationen zur Kieferhöhlenentzündung!

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Treten während einer Erkältung Zahnschmerzen auf, so muss das nicht auf ein Loch im Zahn hindeuten. Vielmehr kann es sich um eine Kieferhöhlenentzündung handeln.

 

Die Kieferhöhle ist eng mit der Nasennebenhöhle des Menschen verbunden und befindet sich im Knochen des Oberkiefers. Über die Nasennebenhöhle können leicht Krankheitserreger in die Kieferhöhle gelangen und für die typischen Symptome sorgen.

 

Die Symptome einer Kieferhöhlenentzündung: Von Kopfschmerzen bis Schnupfen

Am häufigsten Klagen Patienten über Kopfschmerzen sowie ein allgemeines Druckgefühl im Kopfbereich. Vor allem die Regionen von Wangen und Augenhöhlen senden unangenehme Signale ans Gehirn. Am deutlichsten tritt der Schmerz dabei an den Wangen auf. Er kann sich auch in starken Zahnschmerzen manifestieren. Das hat mit den Nerven des Zahns zu tun, die bis in die Kieferhöhle reichen und somit auch leicht infiziert werden können.

Meist geht mit der Entzündung auch starker Schnupfen einher, der die Atmung erschwert und eventuell sogar die Nasenatmung komplett verhindert. Bei einem starken Krankheitsverlauf oder einer verschleppten Infektion kann es ebenfalls zu Fieber und allgemeiner Mattigkeit kommen. Manchmal entwickelt sich aus einer Kieferhöhlenentzündung ebenso eine ernsthafte Wurzelentzündung der oberen Backenzähne.

 

An wen wenden?

Mit der Krankheit ist nicht zu spaßen. Eine Behandlung ausschließlich mit Hausmitteln hilft in den meisten Fällen nicht. Bei den ersten Symptomen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um Folgeinfektionen zu verhindern. In der Regel ist der HNO-Arzt zuständig. Mit einem Antibiotikum bekommt er die Kieferhöhlenentzündung meist schnell in den Griff.

In seltenen Fällen ist auch eine Operation notwendig, wenn Schleim und Sekret bzw. sich eventuell bildender Eiter nicht richtig abfließen können. Ist die Kieferhöhlenentzündung auf Grund einer Infektion der Backenzähne entstanden, kann auch die Konsultation eines Zahnarzt erforderlich sein. Der HNO-Arzt ist aber zunächst für eine erste Untersuchung der richtige Ansprechpartner und kann den Patienten gegebenen Falles an weitere Spezialisten überweisen.

 

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