Kinder werden langsamer und haben weniger Ausdauer

Probleme fürs spätere Leben befürchtet

Eine Analyse amerikanischer Forscher zeigt Erschreckendes: Kinder im Alter von neun bis siebzehn Jahren sind nicht nur langsamer als ihre Eltern, ihnen geht auch schneller die Puste aus. Für Mediziner ist dies ein Signal, dass sie sich um die Gesundheit von Herz und Kreislauf sorgen müssen.

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Junge Menschen treiben immer weniger Sport – das kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

 

Junge Menschen, besonders Kinder, haben einen ganz natürlichen Bewegungsdrang. Sie toben und tollen nach Herzenslust durch die Gegend. Dabei lernen sie nicht nur die Bewegungsabläufe ihres Körpers besser kennen. Sie erlernen auch eine bessere Körperbeherrschung und den Einsatz ihrer Kräfte. Für Kinder ist Sport und Bewegung doppelt wichtig: zum einen für den Muskelaufbau und zum anderen für die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten.

 

Krankheitsrisiko steigt

Umso besorgniserregender liest sich daher eine amerikanische Analyse, die auf dem Fachkongress der American Heart Association vorgestellt wurde. Forscher haben 50 Studien aus 28 Ländern analysiert und sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren heute langsamer sind als vor 30 Jahren. Auch wäre ihre Ausdauer schlechter. In die Studie flossen ebenfalls Daten aus Deutschland ein.

Die Analyse zeichnet ein düsteres Bild: In der Gesamtheit habe die Herz-Kreislauf-Fitness der Kinder seit 1975 kontinuierlich abgenommen. Pro Jahrzehnt gehe die Ausdauer um etwa fünf Prozent zurück.

 

 

Auch höherer Körperfettanteil eine Ursache

Das könnte schwerwiegende Folge haben. Wenn bereits im frühen Alter die Herz-Kreislauf-Fitness schlecht ist, steigt die Wahrscheinlichkeit für spätere Erkrankungen in diesem Bereich enorm. Herzinfarkt und Schlaganfall sind schwerwiegende Spätfolgen. Die schwachen Fitness-Werte können die Forscher in 30 bis 60 Prozent der Fälle auf einen gestiegenen Körperfettanteil zurückführen.

 

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