Leckere Lupine: Dem Nahrungsmittel gehört die Zukunft

Samen der Süßlupine enthalten viel Eiweiß

Aus dem Garten kennen wir sie seit vielen Jahren: Die Lupine. Die aus dem Mittelmeerraum stammende Schönheit ist jedoch vielseitiger als man denkt. Jetzt schickt sie sich an, die Teller der Nation zu erobern. Bislang fristete sie eher ein Schattendasein. Man nutzte sie in der Landwirtschaft als stickstoffbindenden Gründünger oder verfütterte die Pflanzen an Tiere. Doch die Lupine kann weitaus mehr: Sie hat das Potential die Ernährung zu revolutionieren und Gen-Soja sowie Massentierhaltung überflüssig zu machen.

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Lebensmittel aus Lupinen sind eine tolle Alternative für alle jene Menschen, die sich gesund, ökologisch und rein pflanzlich ernähren möchten.

 

Die blaublühende Süßlupine ist eigentlich viel zu schade, um als Tierfutter zu enden – zumindest finden das Ernährungswissenschaftler, wenn sie sich die Inhaltsstoffe der Pflanze anschauen. Die Samen der Süßlupine enthalten sehr viel pflanzliches Eiweiß. Sie bieten sich somit als Ersatz für tierische Fette an. Außerdem ist die Lupine ein prima Lieferant für Vitamin E sowie die Spurenelemente Kalium, Kalzium und Magnesium. Aus den Samen lässt sich ein wunderbares Öl pressen, das reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Selbst die Schalen bieten sich zur Weiterverwendung an. Aus ihnen kann Mehl gemahlen werden. Es ist glutenfrei und steckt daher bereits in vielen Backwaren für Zöliakie-Patienten.

 

 

Lupinen-Produkte enthalten viel Eiweiß und kein Gluten

Forscher arbeiten nun mit Hochdruck an der Entwicklung von fettarmen, proteinreichen Produkten aus der Lupine. Zunächst wird in einem besonderen Verfahren das Eiweiß aus den Lupinensamen extrahiert. Das entstehende Pulver ist zunächst geschmacksneutral, besitzt aber einen Proteinanteil von 90 Prozent in der Trockenmasse. Es bildet die ideale Grundlage für verschiedenste Produkte wie Eiscreme, Joghurt, Milch und Wurst. Die erste Lupinenwurst gibt es bereits. Sie besitzt 30 Prozent weniger Fett als konventionelle Wurst aus Fleisch.

 

Lupinen als Nahrungsmittel sind sehr gesund für Blutdruck & Cholesterinspiegel

Wissenschaftler konnten außerdem nachweisen, dass die Fasern der Lupinen den Cholesterinspiegel senken. Das Eiweiß hat darüber auch noch eine günstige Wirkung auf den Blutdruck. Lupinen sind also sehr gesund und sollten daher öfters unseren Speiseplan bereichern.

Allerdings müssen Menschen, die zu Allergien neigen, etwas aufpassen. Die Lupine gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte und ist so mit Erbse, Kichererbse, Linsen und Erdnuss verwandt. Wer also allergisch auf Erdnüsse reagiert, muss auch bei der Lupine mit möglichen Beschwerden rechnen. Im Extremfall droht sehr empfindlichen Menschen ein anaphylaktischer Schock.

 

Lupinen-Anbau schont die Umwelt

Der Anbau der Lupinen ist wesentlich ökologischer als der von Soja. Das hat mehrere Gründe. Lupinen wachsen beispielsweise auch in Europa. Soja wird vielfach in Brasilien angebaut. Für die Anbauflächen wurde und wird Regenwald gerodet. Außerdem kommen die anspruchslosen Lupinenpflanze mit weit weniger Wasser aus. Sie schonen daher die natürlichen Wasserressourcen im Anbaugebiet und wachsen auch auf mageren, sandigen Böden, wo sonst keine Spitzenerträge erzielt werden können.

 

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