Legal Highs – der legale Rausch

Das gefährliche Spiel mit den Designerdrogen

Sie sind in knall-bunten Tütchen verpackt, auf denen oft schrille Bilder prangen, sie heißen „Lava Red“, „Atomic Bomb“, „Poppers oder „Explosion“. Sie versprechen einen Rausch, ähnlich wie der von verbotenen Drogen wie Ecstasy, Amphetamin oder Cannabis. Doch sie sind über das Internet leicht zu bestellen, denn in Deutschland sind sie noch nicht verboten.

© mikegi / pixabay.com

Nicht alle Halluzinationen im Drogenrausch sind angenehm. Bei Legal Highs sind die Inhaltsstoffe meist unbekannt. Die Wirkung ist somit kaum vorhersagbar.

 

Die sogenannten Legal Highs, auch als Designerdrogen oder Research Chemicals bekannt, sind Drogen. Sie werden allerdings als Lufterfrischer, Badesalze oder Kräutermischungen angeboten. Der private Besitz dieser Stoffe ist legal, der Umgang und die Verbreitung ist allerdings strafbar. Ihre Inhaltsstoffe sind, für sich alleine gestellt, schon lange bekannt und verboten. Doch durch molekulare Veränderung ist es den Produzenten gelungen, einen neuen Stoff herzustellen, der nicht unter die entsprechenden Gesetze fällt.

 

Inhalt unklar

Als Grundlage dienen getrocknete Kräuter. Sie werden geschluckt, geraucht oder durch die Nase gezogen. Welche Stoffe da genau in den Körper gelangen und welche Wirkung sie haben, kann der Konsument nicht abschätzen, da die verschiedenen Stoffe sehr unterschiedliche Wirkung haben können. Und ob die Inhaltsangabe auf der Verpackung immer genau der Wahrheit entspricht, sei einmal dahin gestellt.

Die Bundesregierung hat bereits im vergangen Sommer reagiert und 28 zusätzliche Stoffe verboten. 26 weitere sollen nach Zustimmung des Bundesrates folgen. Das Problem dabei: quasi jede Woche kommen neue Stoffe auf den Markt. Die Behörden können nur reagieren. Durch niedrige Preise und stärkere Wirkung, sind die Legal Highs vor allem in der Party- und Club-Szene sehr beliebt. Wie viele Menschen in Deutschland überhaupt schon mal zu diesen Mittel gegriffen haben, ist völlig schleierhaft, es gibt nur Schätzungen.

 

Starke Nebenwirkungen

Von den Legal Highs gehen einige Gefahren aus. Wie angesprochen, kann der Konsument quasi nicht einschätzen, wie die Drogen wirken. Es ist auch nicht möglich durch zunächst geringe Einnahme die Wirkung abzuschätzen, denn sie haben meistens eine Dosis-steigernde Wirkung auf den Konsumenten. So wurden schon Fälle teils lebensbedrohlicher Überdosierungen bekannt.

Über die Produktion ist auch wenig bekannt. Die Gefahr, verunreinigte Stoffe zu konsumieren ist groß. Zumal es sich bei vielen Inhaltsstoffen um Abfallprodukte der Pharma-Industrie handelt. Eine Online-Befragung des Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt im Jahr 2011 ergab, dass Konsumenten über Nebenwirkungen wie Angstzustände, Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen, Kreislaufprobleme, Kreislaufversagen und Ohnmacht sowie über Vergiftungen, Wahnvorstellungen und Psychosen klagten.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.