Löwenzahnsirup herstellen

LöwenzahnsirupLöwenzahn als Heilpflanze eignet sich nicht nur für einen Tee, sondern auch zur Herstellung von Löwenzahnsirup. Mit dem Sirup können Sie Tees süßen oder Speiseeis und Crêpes. Oder verwenden Sie ihn zum Backen. Sie können den Löwenzahnsirup pur oder mit Wasser verdünnt auch anwenden bei Blähungen, Völlegefühl oder Appetitlosigkeit. Zudem eignet sich Löwenzahn zur Blutreinigung oder bei Erkältungskrankheiten.

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Löwenzahnsirup können Sie selbst herstellen.

 

Löwenzahn sammeln

Für Ihren Löwenzahnsirup müssen Sie zunächst genügend Löwenzahn sammeln. Die Blütezeit ist von April bis Juli, in dieser Zeit sammeln Sie am besten die Blüten für die Sirupherstellung. Ziehen Sie los, wenn es draußen nicht regnet, sondern wenn der Boden sowie der Löwenzahn möglichst trocken sind. Geeignet sind die Vormittagsstunden. Ob Sie die Tage nach einer Vollmondnacht wählen müssen, wie manchmal geraten wird, ist fraglich. Pflücken Sie den Löwenzahn nicht unbedingt vom Straßenrand oder von der Hundewiese. Glücklich sind diejenigen, die einen eigenen Bio-Garten haben. Auch wenn sich Löwenzahn durch jeden Pflasterstein zwängt, finden Sie in der Großstadt weniger Löwenzahn als in der freien Natur.

Verwechseln sollten Sie den Löwenzahn nicht mit dem Stinkenden Hainsalat, dessen Blätter gleichmäßig gezähmt sind und die dem Namen getreu unangenehm riechen. Für den Löwenzahnsirup sammeln Sie nur die Blüten des Löwenzahns, die Sie mit einer Schere abtrennen können.

Rezept für Ihren Löwenzahnsirup

Wie Sie Ihren Löwenzahnsirup herstellen, bleibt Ihnen überlassen. Es gibt mehrere Möglichkeiten, bewährt haben sich alle.

Zunächst: Als Sirup bezeichnet man eine dickflüssige Zuckerlösung, die durch Erhitzen entstanden ist. Er wird gewonnen, indem Zucker in Wasser aufgelöst wird, das angereichert wurde mit Pflanzenextrakten oder Früchten. Durch den hohen Zuckergehalt von etwa 65% wird der Sirup haltbar gemacht.

Bevor die Löwenzahnblätter verwendet werden, sollten Sie den Löwenzahn ausschütteln, um ihn grob zu befreien von Staub und Insekten. Manchmal wird empfohlen, die Blüten abzuwaschen, doch dann verlieren sie einen Teil ihres Aromas. Verzichten Sie darauf, die Blüten werden ohnehin gekocht.

Die erste Möglichkeit, Löwenzahnsirup herzustellen, ist folgende:

  • Sie füllen die gesammelten Löwenzahnblätter geschichtet mit Rohrzucker (unraffiniert) in ein großes Glas. Das heißt, Sie füllen einige Blätter ein, danach folgt eine Schicht Zucker, anschließend wieder Löwenzahn, dann wieder Zucker. Drücken Sie das Gemisch ruhig fest.
  • Stellen Sie die Gläser für vier Wochen trocken aber sonnig, etwa an ein Fenster, durch das die Sonne scheint.
  • Nach den vier Wochen füllen Sie die Mischung in einen Topf und kochen alles ohne Wasser.
  • Sieben Sie anschließend die flüssige Löwenzahnbrühe und füllen diese in Gläser

Eine weitere Möglichkeit, wie Sie Ihren Löwenzahnsirup herstellen, wäre:

  • Löwenzahnblüten grob trennen vom Grün (Stängel). Manche zupfen auch mühevoll jede Blüte einzeln. Das können Sie machen, wenn es der Meditation dienen soll.
  • Legen Sie die Löwenzahnblüten in einen großen Topf und übergießen Sie die Blüten mit 1 Liter Wasser (bei gut 1 Kilo Blüten). Wenn Sie mehr Blüten haben, nehmen Sie ruhig 2 Liter Wasser. Sie können die Mischung zunächst noch kalt ziehen lassen. Geben Sie den Saft einer Zitrone dazu, bei zwei Litern Wasser nehmen Sie zwei Zitronen. Nach Lust und Laune können Sie Zimt und Vanille dazugeben.
  • Kochen Sie die Mischung etwa 5 Minuten und lassen Sie sie danach ziehen. Sie können die Löwenzahnmischung ruhig über Nacht ziehen lassen, müssen das aber nicht, wenn Sie bereits morgens mit der Zubereitung des Löwenzahnsirups beginnen. 
  • Ist die Mischung durchgezogen, müssen Sie sie abseihen (durchseihen) durch ein frisches, weißes Leinen- oder Baumwolltuch. Besser geeignet ist ein Mulltuch, das Sie in der Apotheke erhalten.
  • Den Sud, den Sie erhalten, müssen Sie mit 1 Kilo Rohrzucker anreichern (2 Kilo Zucker bei 2 Liter Wasser) und die Mischung nochmal aufkochen und anschließend zwei Stunden köcheln lassen. Sie können den Zitronensaft auch jetzt erst dazugeben. Der Löwenzahnsirup ist fertig, wenn er nicht mehr zu flüssig ist. Wenn Sie den Sirup dickflüssiger möchten, müssen Sie den Sud länger kochen, bis Ihnen die Konsistenz genügt. Sollte zu viel Flüssigkeit verdampft und der der Sud zu fest sein, können Sie kochendes Wasser dazugeben (kräftig rühren), bis Ihnen der Sirup flüssig genug ist.

 

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