Mit der Pflaume gesund in den Herbst

Leckere Früchtchen - nicht nur für Gourmets

Die Pflaume kündet vom Ende des Sommers und dem Nahen des Herbstes. Wenn die Früchte purpurn, violett oder dunkelblau von den Zweigen der Pflaumenbäume hängen, dann werden die Nächte wieder länger und die Winde kälter. Bald verfärben sich die Blätter. Doch mit dem Reifen der Pflaumen produziert der Sommer noch einmal köstliche Früchte, die nicht nur Gourmets beim Gedanken an Pflaumen im Speckmantel das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. So dürfen Pflaumen in keinem Rumtopf fehlen. Kinder lieben natürlich das süße Pflaumenkompott.

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Pflaumen im Herbst sind eine Bereicherung für den Speiseplan – probieren Sie es aus!

 

Pflaumen – vielseitig und gesund

Für den Menschen bedeutet der nahende Herbst aber auch, dass er wieder anfälliger für Krankheiten ist. Die erste Grippewelle kann bereits jetzt durch die Büros, Schulen und Kindergärten rollen. Daher ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig, um den Körper auf diese für ihn so stressige Zeit vorzubereiten. Dabei kann die Pflaume eine zentrale Rolle spielen. Denn Pflaumen sind gesund. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und viele Ballaststoffe. Und das gute daran: Viele Pflaumenbäume stehen auf öffentlichem Gelände. Ihre Früchte sind somit frei zugänglich und können geerntet werden. Auch in vielen privaten Gärten stehen die stolzen Gewächse und tragen jetzt reichlich Früchte.

Heute machen die Menschen aus Pflaumen viele verschiedene Dinge. Am beliebtesten sind natürlich Pflaumenkuchen und Pflaumenmus. Aus Pflaumen lässt sich aber auch ein köstlicher Obstbrand gewinnen, der Kennern unter Namen wie Pflaumenschnaps oder Sliwowitz (auch Slibowitz, Slivovic, Slivovitz geschrieben) bekannt ist. Wer solche Mühen scheut, der kann die leckeren Früchte natürlich auch einfach so, frisch vom Baum verspeisen.

Die Pflaume gehört übrigens zu den Rosengewächsen. Es gibt einige Unterarten, zu denen unter anderem die Zwetschge aber auch die Mirabelle gehören. Diese wiederum haben oft viele Sorten, die sich nur noch gering voneinander unterscheiden. In Deutschland wachsen 71 % der angebauten Pflaumen-Menge in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Wie genau es die Pflanze in unsere Gefilde geschafft hat, ist nicht eindeutig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass Alexander der Große sie von seinen Kriegszügen mit in seine Heimat Mazedonien brachte. Als Zentrum des Pflaumenhandels entwickelte sich Damaskus. Den Anbau von Pflaumen in Mitteleuropa soll niemand geringeres als Karl der Große forciert haben.

 

Pflaumen bieten gutes Gesamtpaket

Die Pflaume ist ein Steinobst und besteht hauptsächlich aus Wasser. Allerdings enthält sie auch zahlreiche Vitamine, wie etwa Vitamin C und E, sowie Vitamine aus dem B-Komplex. Dazu kommt das Provitamin A. Sie ist außerdem reich an Mineralien und Spurenelementen. Unter anderem Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink.

Zwar sind all diese Stoffe nicht in großer Menge vorhanden, dafür hat die Pflaume ein ausgewogenes, vielfältiges Paket an gesunden Stoffen für den Körper. So macht das Steinobst den Körper fit für die kalte Jahreszeit. In großen Mengen gegessen, haben Pflaumen allerdings eine vielfach abführende Wirkung. Doch wer unter Sodbrennen leidet, kann auch auf Pflaumen zurückgreifen. Wegen der Fruchtsäuren, die den Magen angreifen könnten, sollten Pflaumen für diese Anwendung allerdings kurz gedünstet werden.
Wenn im Spätsommer bzw. am Herbstanfang die Pflaumen frisch und reif geerntet werden, sollten Sie daher zuschlagen!

 

 

Nährwerttabelle: Pflaume (pro 100 Gramm)

Energie

  • kcal 48

Fett

  • gesamt (g) Spuren

Kohlenhydrate

  • gesamt (g) 10

Mineralstoffe (mg)

  • Natrium (Na) 2
  • Kalium (K) 160
  • Calcium (Ca) 20
  • Magnesium (Mg) 7
  • Phosphat (P) 15
  • Eisen (Fe) 0,3
  • Zink (Zn) 0,1

Vitamine

  • Beta-Carotin (µg) 365
  • Vitamin E (mg) 0,8
  • Vitamin B1 (mg) 0,07
  • Vitamin B2 (mg) 0,04
  • Vitamin B6 (mg) 0,05
  • Folsäure (µg) 2
  • Vitamin C (mg) 5

 

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