Nasenbluten

Lästig aber in der Regel harmlos

Bei Nasenbluten (Epistaxis) tritt unerwartet Blut aus der Nase, manchmal nur aus einem Nasenloch, manchmal aus beiden. Meist ist die Nasenschleimhaut verletzt. Besonders häufig entstehen Blutungen an der Nasenscheidewand, die reich ist an Blutgefäßen (Locus Kiesselbachii). Die häufigste Ursache für Nasenbluten ist Gewalt, etwa ein Nasenbeinbruch. Auch Nasebohren bei Kleinkindern führt zu einer eingerissenen Nasenschleimhaut oder Unfälle beim Schulsport. Die Wände der Nasenschleimhaut sind sehr dünn und können deshalb bei kleinster Reizung leicht reißen.

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Mit Nasenbluten hat Pinocchio weniger zu kämpfen, doch für viele Menschen ist es schon eine Last. Bei ihnen reißen allzu leicht Äderchen in der Nase und dann tropft auch gleich das Blut – in der Regel passiert das zur Unzeit.

 

Ein weiterer Grund für Nasenbluten ist eine trockene Nasenschleimhaut, entweder durch trockene Heizungsluft im Winter oder durch Klimaanlagen im Sommer. Die Raumluft sollte deshalb möglichst feucht gehalten werden, entweder mithilfe von Zimmerpflanzen oder mit künstlichen Raumbefeuchtern. Vorbeugend können Sie Ihre Nasenschleimhaut einreiben mit Vaseline oder mit einer speziellen Nasensalbe, die Dexpanthenol enthält.

Auch Entzündungen der Nasenschleimhaut führen zu Nasenbluten, weil der Schorf nicht heilt und deshalb immer wieder abreißt. Bluthochdruck und Fiebererkrankungen wie Masern rufen ebenfalls Nasenbluten hervor. Stress oder eine Erkältung werden durch Nasenbluten angekündigt. Ausdauersport und Saunabesuche können Nasenbluten vorbeugen.

In schlimmen Fällen kann auch ein Tumor zu Nasenbluten führen. Doch das kommt in den seltensten Fällen vor. Bevor Sie sich verrückt machen: In den meisten Fällen hat Nasenbluten andere Ursachen als einen Tumor.

 

Schnelle Hilfe bei Nasenbluten

Nasenbluten kann bei jedem Menschen auftreten. Sie müssen nicht unbedingt zum Arzt, es sei denn, dass Nasenbluten durch Gewalt entstanden ist. Sonst sollten Sie den Blutverlust nicht überbewerten. Sie werden kaum verbluten, selbst ein blutdurchtränktes Taschentuch sollte Sie nicht verunsichern. Schlimmer ist es, wenn Sie das Blut aus der Nase einatmen.

Nasenbluten stoppen Sie, indem Sie sich zunächst aufrecht hinsetzen und den Kopf leicht nach vorne beugen. So verhindern Sie, dass das Blut in den Rachen läuft. Den Kopf nach hinten zu legen, ist falsch und leider ein weit verbreiteter Irrglaube. Das Blut soll nicht geschluckt werden, weil das zu Übelkeit und Erbrechen führen kann.

Die Nasenflügel drücken Sie mit Daumen und Zeigefinger etwa zehn Minuten gegen die Nasenscheidewand. Sollte die Nase danach noch bluten, drücken Sie weiter. Zusätzlich können Sie sich einen kalten Lappen in den Nacken legen. Dadurch werden die Gefäße zusammengezogen. Nur, wenn die Nase nach einer halben Stunde noch immer stark blutet, sollten Sie zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen.

 

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