Naturheilverfahren bei androgenem Haarausfall

Setzen Sie auf Heilkräuter mit Beta-Sitosterol Und Cimifuga

Eine gesunde Ernährung kann nicht schaden bei Haarausfall. Bewegung und Entspannung wirken sich ebenso positiv aus auf den Stoffwechsel. Zink, Selen und Eisen können unterstützend eingenommen werden. Besonders Zink wird nachgesagt, dass es ebenfalls die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) verhindern soll. Wissenschaftlich belegt ist das nicht. Zu viel Zink hemmt wiederum die Aufnahme von Eisen. Eisenpräparate sollte man nicht eigenständig nehmen, sondern stets in Absprache mit dem Arzt. Auch Kieselerde kann sich positiv auswirken auf das Haarwachstum, allerdings wachsen keine neue Haare, wo es keine mehr gibt.

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Die Brennnessel kommt als Heilkraut bei Haarausfall zum Einsatz.

 

Wundermittel gegen Haarausfall sind Geldverschwendung

Die Wunderhaarwasser aus dem Internet sind Geldschneiderei. Wer es günstiger haben möchte, greift zurück auf Haarwasser, die Rosmarin oder Thymol enthalten. Beides fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Heilpflanzen mit Phytohormonen können bei androgenem Haarausfall sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Das pflanzliche Hormon Beta-Sitosterol, auch β-Sitosterin, soll verhindern, dass sich Testosteron in DHT umwandelt.

Enthalten ist Beta-Sitosterol etwa in der Brennnessel, in der Sägepalme, im Sanddorn und Thymian, in der Ringelblume oder in der Sojabohne. Bekannt ist auch das Klettenwurzel-Haaröl, das ebenfalls Betal-Sitosterol enthält. Beta-Sitosterol gibt es auch als Kapseln zu kaufen, meist jedoch nur im Internet. Zur Wirksamkeit der Heilkräuter bei androgenem Haarausfall gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die meisten Mediziner bezweifeln die Wirksamkeit bei Haarausfall.

Dass Koffein-Shampoos den Haarausfall stoppen können, wurde bisher nicht eindeutig belegt. Die Studien dazu stammen vom Hersteller selbst. Vielleicht kann Koffein den Haarausfall verlangsamen, stoppen kann es ihn nicht. Auch wachsen keine neuen Haare nach.

 

Cimicifuga gegen Haarausfall

Laut einer Studie der Universität Bochum aus dem Jahr 2003 soll das östrogenartige Phytopharmakon Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze) einen positiven Einfluss auf den Haarwuchs haben. Cimicifuga wird normal von Frauen genommen, die in den Wechseljahren sind und die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen haben. Möglich, dass Cimicifuga den Haarausfall stoppen kann. Aber neue Haare wachsen auch bei diesem Mittel nicht.

Es gibt mittlerweile in der Apotheke Haartonikum mit Cimicifuga. Ein entsprechendes Haartonikum lässt sich jedoch auch selbst herstellen. Im Kräuterladen einige Gramm Traubensilberkerze kaufen und etwa sechs Wochen in einem dunklen Glas mit Alkohol gefüllt (Doppelkorn oder Wodka) ziehen lassen. Nach den sechs Wochen durch einen Kaffeefilter gießen und das Tonikum täglich in die Kopfhaut massieren.

 

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