Obamacare – Gesundheitsvorsorge für die USA

Krankenversicherungspflicht für US-Bürger nicht unumstritten

Mit dem Jahreswechsel ändert sich für 48 Millionen Amerikaner eine ganze Menge. Die große Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama, auch Obamacare genannt, tritt dann in Kraft. Sie bedeutet für alle nicht krankenversicherten US-Bürger, dass ihnen Steuerstrafen drohen, wenn sie sich nicht bis zum März 2014 in den Schutz einer Krankenversicherung begeben.

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Die Gesundheitsreform von Barack Obama – kurz Obamacare genannt –  wird von vielen Amerikanern als Angriff auf ihre Freiheit gesehen.

 

Amerikaner misstrauen dem Staat – erst recht bei Obamacare

Diese Obamacare-Reform ist in Amerika stark umstritten. Viele Amerikaner lehnen eine Krankenversicherungspflicht für alle ab. Für Europäer mag das unverständlich sein. Es hat aber mit dem tief verwurzelten, liberalen Gedanken der Amerikaner zu tun. Alle Verordnungen und Regulierungen des Staates werden von seinen Bürgern meistens abgelehnt – einfach, weil sie die Privatautonomie für wichtiger empfinden und keine Einmischung in ihr privates Leben haben wollen.

Der Staat in ihrem Sinne sorgt lediglich für Schutz und eine Grundordnung. Sich um die Gesundheit seiner Bürger zu kümmern, zählte bislang nicht zu den Aufgaben des Staates. Viele bislang nicht versicherte Amerikaner konnten sich deshalb oft keine Behandlung beim Arzt leisten. Nicht-Versicherte standen so vor Obamacare vor großen, zum Teil existenzbedrohenden Problemen. Um die Not dieser Menschen ein wenig zu lindern, behandelten viele Ärzte notleidende Menschen an manchen Tagen im Monat kostenlos.

 

Prämien vom Staat

Am 1. Oktober öffnet die „Health Insurance Exchanges“ ihre Türen. Das Webportal soll den Amerikaner helfen, für sich die richtige Versicherung zu finden. Diese werden in Kategorien unterteilt. Manche bieten gegen höhere monatliche Beiträge eine höhere gesundheitliche Abdeckung. Andere wiederum kosten weniger im Monat, beinhalten aber auch entsprechend weniger Leistungen.

Vom Staat bekommen die US-Bürger eine Prämie, wenn sie eine Versicherung abschließen. Berechtigt sind alle, die maximal 400 % der nationalen Armutsgrenze verdienen. Diese liegt für einen vierköpfigen Haushalt derzeit bei einem Einkommen von 23.492 US-Dollar pro Jahr.

 

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