Wespen im Spätsommer

Wie hält man die Plagegeister fern?

Im Spätsommer werden die Wespen zur besonderen Plage. Denn die natürlichen Nahrungsquellen der Insekten gehen zur Neige, der Blütennektar ist aufgebraucht. Also suchen sie jetzt auch beim Menschen nach Nahrhaftem.

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Wespen können vor allem zum Ende des Sommers zur Plage werden.

 

Zucker wirkt unwiderstehlich

Die Fühler der Wespen können Gerüche über sehr große Entfernungen wahrnehmen. Für die Insekten riecht vor allem Zucker verlockend – das hat damit zu tun, dass sie sich fast nur von dem süßen Stoff ernähren. An Fleisch gehen sie nur, um damit ihren Nachwuchs zu füttern. Generell gibt es übrigens nur zwei Wespenarten, die sich überhaupt in die Nähe des Menschen trauen: die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe.

Allerdings können Wespen wirklich lästig werden. Wird man von Wespen umschwirrt, sollte man zunächst ruhig bleiben. Wildes Herumfuchteln mit den Armen macht die Tierchen nur unnötig aggressiv. Gefährlich sind Wespen eigentlich nur für kleine Kinder, wenn sie auf Süßem herumklettern oder in Getränke purzeln. Dann droht ein gefährlicher Stich im Rachenraum. Von daher sollten Getränke immer abgedeckt und Wespen nach Möglichkeit auf Abstand gehalten werden.

Unangenehm für die Wespen riechen Lavendel, Nelken und Zitrusdüfte. Um die Wespen fernzuhalten, hat es sich bewährt, eine Zitrone mit Nelken zu bestücken.

 

Auch Wespen sind Gewohnheitstiere

Eine andere effektive Methode ist, den Wespen eine Alternative zu bieten. Eine möglichst zuckrig-süße Substanz oder reife Weintrauben in eine bestimmte Ecke des Gartens stellen und die Tiere werden dorthin fliegen. Wenn an diesem Ort regelmäßig süßes Essen lockt, merken sich die Insekten sogar den Futterplatz. Der Kuchen und damit der Mensch wird in Ruhe gelassen. Ist eine Garten-Party angedacht, so sollte schon ein bis zwei Wochen früher mit dem „Anfüttern“ der Wespen begonnen werden.

 

 

Wespen nicht aggressiv machen

Eigentlich sind Wespen sehr gemütliche Zeitgenossen. Sie können nur zwei Dinge nicht leiden: das Anpusten und das Nach-ihnen-schlagen. Beides macht sie nur aggressiv und sie stechen zu. Eine effektive Methode dagegen ist, die Wespen ganz leicht mit einer Zeitung anzustupsen. Wirklich nur leicht berühren! Die Wespen empfinden Berührungen als negativ und ziehen daraus die Lehre, an diesen Ort nicht mehr fliegen zu wollen.

 

Im Zweifel beim Landratsamt melden

Wer ein Wespennest in seiner unmittelbaren Nähe hat, der sollte sich beim Landratsamt melden. Dort gibt es den Kontakt zu einem Experten, der das Nest entfernen kann. Von der Selbstentfernung wird dringend abgeraten, denn die meisten Wespenarten stehen unter Naturschutz. Ein Ordnungsgeld droht, sollten die Wespen Schaden nehmen. Nur in ganz seltenen Fällen muss das Wespennest entfernt werden, denn Wespen verlassen ihren Bau nach einer Saison. Wer also bis zum Winter wartet, ist die Plage von alleine los.

 

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