So plagt Sie der Heuschnupfen nicht mehr beim Autofahren

Allergie kann für Autofahrer richtig gefährlich werden

Frühjahrszeit heißt Heuschnupfenzeit. Die Schniefnase kann für Autofahrer sogar richtig gefährlich werden, denn starke Niesattacken und tränende Augen sind nicht förderlich für die Konzentration und Reaktionsfähigkeit. Die trimeda-Redaktion verrät Ihnen ein paar Tipps und Tricks, wie Sie als heuschnupfengeplagter Autofahrer die Pollenflugsaison besser überstehen.

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Wenn Heuschnupfen-Geplagte Autofahren und eine Niesattacke bekommen, ist das alles andere als ungefährlich.

 

Niesattacken im Auto sind sehr gefährlich

Allergien sind lästig – keine Frage. Für Autofahrer können sie sogar sehr gefährlich werden. Ein Rechenbeispiel: Fahren Sie mit Tempo 80 auf der Landstraße und müssen dabei niesen, dann fahren sie ca. 25 Meter mit geschlossenen Augen. Pollenallergiker leiden jedoch nicht nur unter gelegentlichen Niesern sondern vielfach unter regelrechten Niesattacken. Sie können die Fahrtauglichkeit massiv beeinflussen. Von daher sollten Heuschnupfen-Geplagte ihr Auto rechtzeitig „Pollen-sicher“ machen.

 

Pollenallergiker müssen auf einen exzellenten Pollenfilter achten

Die Lüftung ist der neuralgischste Punkt. Hier brauchen Allergiker einen guten Filter. Auf dem Markt gibt es bei den Pollenfiltern zwei verschiedene Systeme. Das eine System besteht lediglich aus einer Zellstoffschicht. Das effektivere System besitzt eine zusätzliche Aktivkohleschicht. Allergiker sollten daher bei Ihrer Werkstatt oder dem Autohaus darauf bestehen, dass ein Aktivkohlefilter eingebaut wird. Er kostet zwar, abhängig vom Fahrzeugtyp, in etwa 15 bis 40 Euro mehr als ein Zellstofffilter, doch diese Investition lohnt sich in jedem Fall. Denn die Aktivkohlefilter sind hochwirksam und filtern selbst sehr kleine Pollen aus der Luft. Alles, was nicht in den Fahrzeuginnenraum gelangt, kann den Autofahrer demnach auch nicht reizen und gefährden.

Der Pollenfilter ist nach ca. einem Jahr zugesetzt und muss daher ausgetauscht werden. Heuschnupfen-Allergiker sollten daher vor der Pollenflugsaison einen entsprechenden Termin in der Werkstatt ihres Vertrauens machen. Das hat den Vorteil, dass mit einem Schlag auch gleich Bakterien oder Schimmelpilze eliminiert werden. Diese können sich in der feuchten und kalten Jahreszeit – sprich Herbst und Winter – schnell in den Luftfiltern ansiedeln. Bitten Sie daher den Kfz-Mechaniker, beim Filterwechsel alle Lüftungskanäle und auch den Verdampfer der Klimaanlage mit zu reinigen.

Sie müssen in dem Fall mit ca. 150 Euro für den Filterwechsel (inklusive Arbeitslohn) sowie nochmals ca. 70 € für die Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage und des Belüftungssystem rechnen. Doch Ihre Gesundheit und Sicherheit sollte Ihnen dieser Betrag auf alle Fälle wert sein.

 

Regelmäßiges Aussaugen und Auswischen des Autos erhöht die Sicherheit

Doch bedenken Sie bitte immer, dass der Pollen nicht allein über die Lüftung in den Wagen gelangt. Auch Fenster und Türen werden gerne als Einfallstor genutzt. Selbst wenn das Wetter noch so schön ist und förmlich dazu einlädt: Fahren Sie lieber nicht mit offenen Fenstern und lüften Sie Ihr Auto auch nicht durch, indem Sie alle Türen öffnen. Halten Sie sowohl Fenster als auch Türen möglichst geschlossen.

Und noch ein Tipp: Heuschnupfen-Geplagte sollten ihre Jacke lieber nicht direkt neben sich auf den Beifahrersitz oder auf die Rückbank legen. Sie ist besser im Kofferraum verstaut. Der Grund dafür ist simpel: Auf der Jacke können sich jede Menge Allergieauslöser tummeln.

Waschen Sie das Auto während der Pollensaison ruhig öfters und nutzen Sie die Gelegenheit, es sowohl innen gründlich auszusaugen als auch auszuwischen. Das feuchte Wischen der Oberflächen bindet und entfernt anhaftenden Pollen. Auch aus den Teppichen zieht der Staubsauger viele Allergieauslöser. Sofern Sie es als Heuschnupfen-Allergiker beim Kauf schon beeinflussen können: Ledersitze sind für Sie besser als Stoffbezüge geeignet, denn am Leder bleibt weniger Pollen haften.

 

Moderne Antihistaminika machen nicht mehr müde und können daher vorbeugend genommen werden

Wer unter starkem Heuschnupfen leidet, kann kaum ohne vorbeugend eingenommene Allergie-Medikamente fahren. Die sogenannten Antihistaminika mit modernen Wirkstoffen machen zum Glück nicht mehr müde und beeinträchtigen so nicht die Fahrtauglichkeit. Halten Sie diesbezüglich aber ruhig mit Ihrem Arzt oder Apotheker Rücksprache und bitten Sie ihn, dass er Sie regelmäßig über Neuerungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet informiert.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es dennoch während einer Autofahrt zu einem schwereren Anfall kommen. Dann sollten Sie so schnell wie möglich an die Seite fahren und Ihre Notfallmedikamente nehmen. Warten Sie solange, bis die Wirkung einsetzt und fahren Sie erst weiter, wenn die Symptome merklich zurückgegangen sind.

Viele Allergiker leiden außerdem unter einer gewissen Lichtempfindlichkeit. Von daher sollte die Sonnenbrille immer griffbereit im Auto liegen und nicht im Handschuhfach verstaut werden.

 

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