Pollenallergiker aufgepasst: Alarm in der Luft droht auch im Urlaub

Was bei Heuschnupfen bei der Reiseplanung zu beachten ist

Birkenpollen gelten als Haupt-Auslöser von Heuschnupfen. Für Allergiker beginnt mit dem Flug der Birkenpollen ein Albtraum. Leiden auch Sie unter den typischen Heuschnupfen-Beschwerden wie einer juckenden Nase und tränenden Augen? Nehmen Sie diese nicht auf die leichte Schulter.
Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte sich über den aktuellen Pollenflug auf dem Laufenden halten und auch die notwendigen Medikamente griffbereit halten. Offiziell ist zwar Winter, aber die milden Temperaturen sorgen bereits jetzt für den ersten Pollenflug.

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Auch im Urlaub können Pollenallergiker unter Heuschnupfen leiden. Informieren Sie sich daher über die Bedingungen in der Urlaubsregion. Bringen Sie in Erfahrung, wann die allergieauslösenden Pflanzen dort blühen und wie sie verbreitet sind.

 

Einatmen und Ausatmen ist für Menschen ganz selbstverständlich. Mit jedem Atemzug gelangen jedoch auch winzige Fremdkörper wie z. B. Pflanzenpollen in die Atemwege. An sich sind diese Pollen harmlos. Doch bei Allergikern reagiert das Immunsystem darauf. Es sieht die Pflanzenstoffe als Bedrohung und mobilisiert die Immunabwehr. Damit treten die typischen Heuschnupfensymptome auf. Bei manchem juckt die Nase. Andere haben mit einem erhöhten Niesreiz zu kämpfen oder mit tränenden Augen und einer verstopften Nase. Im schlimmsten Fall droht sogar Atemnot.

 

Bei Heuschnupfen-Allergikern bekämpft die Immunabwehr die eigentlich harmlosen Pflanzenpollen

Die Auslöser und damit die Pollen müssen noch nicht einmal aus der näheren Umgebung stammen. Pflanzenpollen können theoretisch über tausende Kilometer hinweg durch die Luft schweben. Daher ist es enorm wichtig, dass der Allergiker genau weiß, auf welche Stoffe er reagiert. Dafür ist eine Allergiediagnostik nötig. Ein Hauttest bzw. eine Blutuntersuchung bringt Klarheit. Sie weisen die Antikörper und damit die Sensibilisierung nach.

Betroffene reagieren auf die Allergene ganz unterschiedlich. Es gibt daher auch keinen Schwellenwert, ab wann die lästigen Symptome auftreten. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Empfindlichkeit während der Pollenflugsaison verändern kann. Auch kann die Verbindung von Schadstoffen und Pollen dazu führen, dass die Pollen aggressiver werden.

Gefährlich wird es, wenn sich aus dem Heuschnupfen ein allergisches Asthma entwickelt. Dann sind die unteren Atemwege sehr stark betroffen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, müssen die Patienten lernen, mit ihrer Allergie so gut es geht umzugehen. Dazu gehört auch eine Hyposensibilisierung. Bei dieser Therapie wird der Patient langsam an das Allergen gewöhnt. Eine Hyposensibilisierung kann durchaus drei Jahre dauern.

 

Informationen über den Pollenflug sind für Pollenallergiker enorm wichtig – selbst im Urlaub

In der Zwischenzeit helfen Medikamente wie Antihistaminika. Sie bekämpfen die Symptome des allergischen Schnupfens. Die meisten Präparate sind rezeptfrei und wirken, indem sie das Histamin – also den Botenstoff des Körpers, der die Entzündungsreaktion hervorruft – unterdrücken. Bei einer sehr schweren Allergie wird der Arzt unter Umständen sogar Kortison verschreiben. Es steht dann u. a. als Spray bei einem akuten Schub zur Verfügung.

Neben den aktuellen Pollenfluginformationen für die Heimat sollten Allergiker sich auch im Vorfeld bei der Urlaubsplanung informieren. Wo sind welche Pollen aktiv? Darüber informiert das European Aeroallergen Network (Kurz: EAN). Auch sollte man sich Informationen einholen, wie die allergieauslösenden Pflanzen in der Urlaubsregion verbreitet sind und wann sie dort blühen. Dann können auch die Heuschnupfen-Allergiker entspannt und mit Vorfreude ihrem wohlverdienten Urlaub entgegen sehen.

 

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