Praktische Tipps gegen Hitzebeschwerden im Sommer

Wenn Abkühlung Not tut

Der Sommer kommt – die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Sonne wärmt die Seele. Doch so schön es draußen ist, so sehr schlägt das intensive Klima vielen Menschen auf das Gemüt und den Kreislauf. 54 Prozent aller Deutschen leiden laut einer Studie (Stand 2010) unter Hitzebeschwerden. Der Kopf schmerzt, die Kraft lässt nach, viele kämpfen mit Schwindelgefühlen und Müdigkeitsattacken.

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Sommer, Sonne, Lebensfreude. Wenn da bloß nicht manchmal die unerträgliche Hitze wäre. Mit ein paar Tipps verschaffen Sie sich Abkühlung und kommen gut durch die heißen Tage.

 

Wenn sich die Außentemperaturen denen des eigenen Körpers angleichen, muss der Organismus auf Hochtouren arbeiten, um dieser Belastung standzuhalten. Natürlicherweise schwitzen wir Menschen dann und die Transpiration kühlt bei ihrer Verdunstung die Haut. Doch das alleine reicht oft nicht, um sich während des Tages wohlzufühlen.

 

Einfache Tipps – große Wirkung

Es ist einfacher, als man manchmal denkt, der Hitze zu trotzen. Befolgen Sie konsequent die folgenden Haushaltstipps und es wird Ihnen schnell besser gehen:

 

Viel trinken

Es hört sich so simpel an, und das ist es auch. Leider vernachlässigen wir diesen wichtigen Ratschlag zu oft im Alltag. Eine Mindestflüssigkeitszufuhr von 2 Litern am Tag wird empfohlen. Bei erhöhten Temperaturen sollte man aber unbedingt 3 bis 4 Liter zu sich nehmen, um den Kreislauf am besten zu unterstützen. Am sinnvollsten eigenen sich hier stilles Wasser und ungesüßte Kräutertees (z. B. Salbei- oder Lindenblütentee).

 

Warme Getränke

Apropos sinnvoll: Der Mythos von kühlen Erfrischungen, die einen wieder auf Trab bringen, ist leider das Gegenteil. Kalte Flüssigkeit bringt den Körper nur kurzfristig in Schwung, führt aber nach zwei bis drei Minuten wieder zu erneutem Schweißausbruch und verschlimmert die Hitzesymptome. Trinken Sie daher unbedingt lauwarme Getränke und verzichten Sie auf Eiswürfel. Das gleiche gilt im Übrigen für das Duschen – lieber lauwarm als eiskalt.

 

Schatten suchen

Ob im Büro, zu Hause oder in der freien Natur, direkte Sonneneinstrahlung strapaziert den Körper zusätzlich und kann zu einem Hitzekollaps oder einem Sonnenstich führen. Achten Sie daher auf einen Arbeits- oder Ruheplatz, der sich an einem schattigen Ort befindet.

 

Konsequenter Sonnenschutz

Wenn Sie spazieren gehen, baden oder sich auch nur kurz für einen Bummel draußen aufhalten – tragen Sie einen Kopfschutz und eine Sonnenbrille. Sonnenschutz ist beim Sonnenbad außerdem unabdingbar. (Lesen Sie näheres im 3-teiligen Beitrag „Tipps und Tricks zum Sonnenschutz“). Achten Sie außerdem darauf, nicht zu viel Hitze in Ihre Wohnung oder das Büro zu lassen. Stoßlüften ist auf Dauer angenehmer, als die warme Luft den ganzen Tag in den Räumen kreisen zu lassen. Wenn Sie Vorhänge oder Jalousien nutzen können – nutzen Sie sie. Sie werden den Unterschied spüren.

 

Passend kleiden

Sobald keine Luft zwischen Ihrer Haut und den Kleidungsstücken an Ihnen zirkulieren kann, wird es automatisch wärmer. Achten Sie daher auf die richtige Größen- und Materialwahl. Im Sommer sind Leinenstoffe und atmungsaktive Sommerkleidung empfehlenswert. Auch an den Füßen tut es dem Körper gut, wenn die Schuhe nicht geschlossen sondern offen sind.

 

Vermeiden Sie Sport um die Mittagszeit

Das gleiche gilt für kraftintensive Arbeit zu Hause oder außerhalb, da der zusätzliche Kraftverbrauch die Energiereserven doppelt belastet, während Ihr Stoffwechsel mit der Hitze kämpft. Auch noch in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr ist zu Vorsicht geraten, da um die Uhrzeit oft Höchsttemperaturen zu verzeichnen sind.

 

Ernähren Sie sich gesund und leicht

Was schwer im Magen liegt, strengt die Verdauungsarbeit bei hoher Hitze zusätzlich an. Leicht verdauliche, vitamin- und wasserreiche Kost empfehlen sich daher. Sie versorgt den Organismus mit wichtigen Mineralien, die Ihnen helfen können, auf Trab zu bleiben und sich kraftvoller zu fühlen. Essen Sie daher fettarm, viel Gemüse und Obst – verzichten Sie auf Fastfood und zu viel Zucker und Salz. Ein heiß aufgebrühter Ingwer-Tee oder eine halbe Zitrone, die Sie auslutschen können, bringen zusätzliche Energie. Das vermeidet vor allem Übelkeit und Schwindelanfälle. Wer mit Ingwer nicht viel anfangen kann, greift am besten zu einem Apfel oder gedünstetem Fenchel.

 

 

Bereiten Sie Ihren Schlaf gut vor

Auch hier gilt der simple Rat, dass Sie sich nicht zu warm anziehen und leichte oder gar keine Kleidung tragen. Der Körper kann so in der Erholungsphase optimal klimatisieren und über Nacht auf eine normale Temperatur abkühlen. Viele Experten raten dazu, eine halbe Stunde vor dem zu Bett gehen keine Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da sie nicht mehr verteilt, sondern nur wieder ausgeschwizt wird, während man schläft. Ein Schlaf am Nachmittag kann zudem auch hilfreich sein, wenn Sie ihre strapazierten Reserven auftanken möchten.

 

Wenig bis kein Alkohol

Alkohol entzieht dem Körper natürlicherweise wichtige Ressourcen, er erhöht die Nierentätigkeit und erweitert die Gefäße, was sich auf ein durch die Hitze bereits belastetes Herz negativ auswirken kann. Außerdem ist man durch die Erschöpfung und weniger Nahrung im Magen schneller gefährdet, einen Schwips zu bekommen. Verzichten Sie daher zu Ihrem eigenen Wohl auf hochprozentige Getränke.

 

Von: Isabel Gómez, onlinegestellt von Alex

 

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