Sauna: Der Ablauf eines Saunagangs

Vom Zelebrieren des Saunarituals

Die Sauna ist für viele ein Ritual, das einem festem Ablauf folgt: Dem Wechsel zwischen heiß und kalt. Erst wird ordentlich in der Saunakabine oder dem Dampfbad geschwitzt und dann folgt die Abkühlung. Im Winter im Schnee, ansonsten gern unter freiem Himmel im See oder im Abkühlbecken.

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Nach dem Aufenthalt in der Sauna-Hitze folgt die Abkühlung. In Finnland werden daher viele Saunen direkt am See gebaut. Das Abtauchen im kühlen Nass – sommers wie winters – trainiert das Immunsystem und härtet ab.

 

Bevor die Saunakabine betreten wird, duschen sich zunächst alle Saunagänger vor dem ersten Saunagang und trocknen sich gründlich ab. Die Haut sollte möglichst frei von Wassertropfen sein, da sich sonst das Schwitzen verzögert. Im Saunaraum selbst halten sich die Saunabesucher zwischen acht und fünfzehn Minuten auf. Die Länge variiert je nach Übung und Art der Sauna. Anfänger sollten anfangs nicht zu ehrgeizig sein. Besser ist es hier, auf kürzere Intervalle zu setzen und sich dafür einmal mehr in die Saunakabine zu begeben.

 

Die Sauna lebt vom Wechsel zwischen heiß und kalt

Nach dem Aufenthalt in der Hitze und dem damit verbundenem Schwitzen folgt eine etwa 15-minütige Abkühl-Phase an der frischen Luft. Bei diesem Luftbad kühlen die Atemwege besonders schnell ab und die Lunge nimmt besonders gut Sauerstoff auf.

 

 

Im Anschluss folgt der Kälte-Schock. Entweder in einer normaler Dusche, einem Tauchbecken, in einem nahen Gewässer oder im Schnee. Ist der Körper abgekühlt, legen sich die Saunagäste eine weitere Viertelstunde zum „Nachschwitzen“ in einen Ruheraum. Der Prozess wird in der Regel zwei bis drei Mal wiederholt. Bei häufigerer Anwendung verbessert sich der gesundheitliche Nutzen kaum.