Saunaarten: Welche Typen von Saunen gibt es?

Vom Schwitzzelt bis zum Hamam

Die Menschheit nutzt seit vielen Jahrtausenden gezielt die medizinische Wirkung der heißen Luft in Kombination mit Wasserdampf. In vielen Kulturen entstand unabhängig voneinander eine Sauna- und Dampfbad-Kultur. Die heutigen Saunen in Deutschland und Mitteleuropa folgen meist dem Vorbild der finnischen Holzsauna. Jedoch gibt es verschiedene Arten der Sauna. Angefangen vom indianischen Schwitzzelt bis zum Hamam, dem türkischen Dampfbad. Allen gemein ist, dass hier ordentlich geschwitzt wird.

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In Mitteleuropa ist heute die Holzsauna nach dem Vorbild der finnischen Sauna üblich. Doch in anderen Kulturen haben sich andere Formen des Schwitzens entwickelt. Die Indianer setzen sich beispielsweise ins Schwitzzelt. Im Orient etablierte sich das Hamam, heute als türkisches Dampfbad bekannt.

 

Unterscheidungsmerkmale der Sauna: Temperatur und Feuchte

Temperatur und Feuchte sind Unterscheidungsmerkmale von Saunen. Grob lässt sich zwischen den folgenden Saunaarten differenzieren:

  • Heißlufträumen (geringe Feuchtigkeit) – z. B. finnische Sauna
  • Warmlufträumen (mittlere Feuchte) – z. B. Biosauna (Vorteil: geringere Temperatur, dafür längere Verweildauer)
  • Dampfräumen (hohe Feuchte) – z. B. türkisches Hamam, russische Banja oder römisches Caldarium

 

 

Der Ablauf eines Saungangs ist bei allen drei Arten ähnlich. Allerdings sind die Temperaturen bei Warmluft- und Dampfräumen niedriger und die Feuchtigkeit dafür höher. Auch die Verweildauer in der Hitze kann länger sein und die Sauna kann zum Beispiel mit einer Lichttherapie ergänzt werden. Die wohl häufigste Form des Schwitzens, die klassische Sauna, fällt in die Kategorie „Heißlufträume“.