Schlafstörungen

Was beim Einschlafen hilft

Vielleicht kennen Sie das. Sie liegen abends im Bett und können nicht schlafen. Oder Sie wachen nachts auf und winden sich hin und her, ohne wieder einzuschlafen. Das müssen nicht unbedingt krankhafte Schlafstörungen sein. Alkohol lässt uns schlecht schlafen, ebenso fettiges Essen am späten Abend. Auch ständiges Grübeln, Sorgen oder Ängste hindern uns am Einschlafen und rauben uns den Schlaf.

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Nächte langes Lesen oder Kreuzworträtsel machen, nur um nicht wieder mit dem Gedankenkarussell im Bett zu liegen … Sie kennen das? Schlafstörungen bzw. Schlaflosigkeit – also Nacht für Nacht wachzuliegen und nicht schlafen zu können – haben Folgen, für die Seele und für den Organismus.

 

Schlafstörungen treten vor allem im Alter auf. Je älter Sie sind, desto weniger Schlaf brauchen Sie. Ältere Menschen reicht es, wenn sie sechs Stunden schlafen. Wer bereits um neun oder zehn Uhr abends ins Bett geht, schläft nicht bis morgens um acht.

Setzen Sie sich nicht unnötig unter Druck. Wer nicht müde ist, schläft auch nicht sofort ein. Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie tatsächlich müde sind. Dann schlafen Sie auch ein. Stress und ungünstige Schlafgewohnheiten führen auch zu Schlafstörungen. Wenn Sie krampfhaft einschlafen wollen, klappt es nicht. Stehen Sie dann lieber wieder auf und laufen Sie durch die Wohnung, hören Sie Musik oder räumen Sie auf, bis Sie sich gesammelt haben. Hinter Schlafstörungen kann auch eine Krankheit stecken, etwa eine Depression. Leiden Sie längere Zeit an Schlafstörungen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

 

Medikamente gegen Schlafstörungen

Wer längere Zeit abends nicht einschlafen kann oder nachts häufig aufwacht, kann für kurze Zeit ein Schlafmittel nehmen. Schlafmittel sollten nur solange genommen werden, bis die Ursache der Schlafstörungen bekannt ist. Ein Schlafmittel kann die Ursachen nicht bekämpfen. Zudem machen Schlafmittel abhängig, wer sie zu lange verwendet, kann bald gar nicht mehr ohne sie einschlafen. Irgendwann muss die Dosis erhöht werden, was die Ursache der Schlafstörungen nicht behebt. Schlimmer noch: Wenn Sie das Schlafmittel absetzen, kommt es zu Entzugserscheinungen.

Außerdem wirkt ein Schlafmittel nur kurz, es kann deshalb passieren, dass sie nachts aufwachen. Sogenannte Durchschlafmittel machen so müde, dass Sie sich auch morgens niedergeschlagen fühlen. Schlafmittel haben nicht nur Nebenwirkungen, sie können auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen. Ältere Menschen sollten gar keine Schlafmittel einnehmen, sondern es besser mit Baldrian versuchen.

 

 

 

Hausmittel bei Schlafstörungen

Gegen Schlafstörungen gibt es einige Hausmittel. Empfohlen werden Milch, Schafe zählen, Fernsehen, Lesen, Sport, Alkohol oder Duschen. Die trimeda-Redaktion macht den Fakten-Check:

  • Warme Milch mit Honig wird oft empfohlen, um besser einzuschlafen. Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirkung jedoch nicht, Mediziner gehen eher aus von einem psychologischen Effekt für die Betroffenen.
  • Schafe zählen kann tatsächlich helfen, hier kommt es jedoch auf die Entspannung an. Der monotone Vorgang lenkt Sie ab von Problemen. Wichtig ist nicht, dass sie etwas zählen, sondern dass Sie sich etwas schönes vorstellen, das Sie beruhigt.
  • Fernsehen hält Sie eher ab vom Schlafen. Wenn Sie vor dem Fernseher einschlafen, dann nur, weil Sie wirklich müde sind. Dann brauchen Sie jedoch keine Hilfsmittel mehr.
  • Lesen bildet nicht nur, es hilft auch beim Einschlafen, da es auch monoton sein kann, ähnlich wie das Zählen von Schafen. Allerdings sollte das Buch nicht zu spannend sein, sonst hält es Sie ab vom Schlafen. Lesen Sie besser nicht im Bett. Das Bett sollte stets nur zum Schlafen sein.
  • Sport macht müde und entspannt. Allerdings sollten Sie Sport nicht kurz vor dem Schlafengehen treiben, sondern am Nachmittag. Wenigstens zwei Stunden, bevor Sie zu Bett gehen, sollten Sie sich vom Sport erholen.
  • Durch Alkohol wird man zwar müde und schläft schneller ein, doch dafür schläft man auch schlechter, da man häufiger aufwacht.
  • Duschen und Baden kann förderlich sein, um schneller einzuschlafen. Allerdings nur, wenn Sie warm baden oder duschen. Kaltes Duschen oder Wechselduschen regen den Kreislauf an und machen eher wach. Entscheidend ist auch die Raumtemperatur. Bei 18 Grad schläft es sich am besten.

 

Was hilft gegen Schlafstörungen?

  • Nur müde ins Bett gehen
  • Vermeiden Sie aufregende Filme und Bücher
  • Achten Sie auf regelmäßige Schlafzeiten
  • Kein Mittagsschlaf nach 15:00 Uhr und nicht länger als 30 Minuten
  • Schlafzimmer angenehm gestalten: Raumklima und Lichtquellen
  • Meiden Sie Alkohol, Nikotin, Koffein und fettiges Essen am Abend
  • Statt Extremsport am Abend besser Entspannungsübungen (autogenes Training)

 

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