Schnelle Hilfe bei Blähungen

Wie Sie die Flatulenz besiegen

Vor Blähungen sind wir nicht immer gefeit. Etwa 15 bis 24 mal täglich ist normal, sagen Mediziner. Einige Menschen trifft es jedoch öfter. Sie leiden an häufigen, nicht steuerbaren abgehenden Winden, die zudem nicht zu überhören sind und mitunter übel riechen. Verständlich, dass es den Betroffenen unangenehm ist, vor allem, wenn die Winde unkontrolliert entweichen. Blähungen sind keine Krankheit, sondern entstehen meist durch falsche Lebensmittel. Der Magen und der Darm sind gefüllt mit zu viel Luft. Blähungen, in der Fachsprache als Flatulenz bezeichnet, gehen einher mit Winden, Völlegefühl, Rumoren im Darm sowie Druck im Oberbauch.

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Blähungen sind unangenehm, denn sie verursachen Bauchkrämpfe.

 

Wie Blähungen entstehen

Blähungen entstehen dadurch, dass sich Gas im Magen sammelt, weil wir unbewusst Luft verschlucken beim Essen und Trinken. Zu viel Luft gelangt entweder in den Darm, wenn wir zu hastig essen oder, wenn wir zu tief und häufig einatmen. Verantwortlich sind auch Getränke mit Kohlensäure und Lebensmittel, die zu viel Luft enthalten, etwa Speiseeis. Kaugummi kauen fördert die Speichelbildung, was zu Blähungen führen kann.

Die Gasbildung im Darm wird auch begünstigt durch Lebensmittel mit schwer verdaulichen Kohlenhydraten, die im Dünndarm nicht verdaut werden können und so in den Dickdarm laufen. Das sind etwa Bohnen, Linsen, Erbsen, Zwiebeln oder Kohl. Gerade diese Lebensmittel setzen Schwefelverbindungen frei, die für die unangenehmen Gerüche verantwortlich sind.

In einigen Fällen kann auch eine Lebensmittelunverträglichkeit zu Blähungen führen, etwa gegen Milchzucker, Gluten oder Fruchtzucker. Selten steckt eine Krankheit dahinter, zum Beispiel eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Möglich ist auch, dass ein Reizdarm schuld ist an den Blähungen.

 

 

Blähungen wirksam behandeln

Um gar nicht erst die Gasbildung im Darm zu fördern, sollten Sie so wenig Luft schlucken wie möglich. Deshalb: Essen Sie langsam und stets nur kleine Happen, kauen Sie lange und reden Sie wenig beim Essen. Nach der Mahlzeit sollten Sie ruhig einen Verdauungsspaziergang machen. Verzichten Sie auf blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Beeren, Kirschen, Mineralwasser mit Sprudel, Sekt oder Bier. Auch ballaststoffreiche Kost wie Müsli, Salat oder Vollkornbrot fördert Blähungen. Kauen Sie möglichst selten und nicht zu lange Kaugummi und entsagen Sie dem Nikotin.

Gegen Blähungen helfen pflanzliche Medikamente aus der Apotheke oder Kräutertees. Bewährt haben sich Tees aus Kümmel, Pfefferminze, Fenchel, Anis oder Ingwer. Kümmel können Sie auch zum Essen geben, etwa bei Kohlgerichten, ebenso Fenchel. Ingwer können Sie zwischendurch kauen, frischer Fenchel als Beilage gehört vor allen zur französischen Küche. Fenchel und Kümmel eignen sich grundsätzlich zu fettigen und schweren Speisen.

 

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