Sex für Herzpatienten kein Problem

Intimleben und Herzfrequenz genauer untersucht

Viele Herzpatienten haben aus Angst vor Beschwerden keinen Sex. Doch der Effekt, den das Intimleben auf die Herzfrequenz hat, wurde lange Zeit überschätzt. Eine Broschüre soll nun aufklären.

© martaposemuckel / pixabay.com

Auch Herzpatienten können ein erfülltes Liebesleben haben und daher der „Amore“ fröhnen. Herzprobleme und Sexualleben schließen sich jedenfalls nicht aus.

 

Angst vorm Sex war für viele Herzpatienten oft ein Problem. Dabei zeigen aktuelle Zahlen der American Heart Association und des europäischen Verbandes der Kardiologen, dass Sex auch für sie problemlos möglich ist und nicht zum Herzinfarkt führt. Nur etwa 0,9 % der Herzpatienten hatten einen Anfall, bei dem eine Verbindung mit Geschlechtsverkehr hergestellt werden konnte.

Untersuchungen haben auch festgestellt, dass die Herzfrequenz beim Liebesakt sich nur auf etwa 130 Schläge pro Minute steigert. Beim letzten Champions-League-Finale waren es gerne mal 170. Und die Forscher haben auch festgestellt: Treu bleiben ist gesund. Beim Fremdgehen steigt die Herzfrequenz stärker. So kann es leichter zu einem Infarkt kommen. Für Herzpatienten sind dies gute Nachrichten, denn ein erfülltes Liebesleben sorgt für mehr Wohlbefinden. Die Lebensqualität wird sehr viel positiver empfunden.

 

Für Herzpatetienten gilt: Treppe hoch, Sexleben gut

Nach den neuesten Erkenntnissen geben Kardiologen folgenden Rat: Wer beschwerdefrei Treppen steigen kann, der kann auch mit seinem Partner schlafen.

Ein Problem bei diesem Thema scheint vor allem der Mangel an Informationen zu sein. Viele Patienten trauen sich nicht, Fragen zur Sexualität im Zusammenhang mit ihrer Krankheit zu stellen. Dagegen soll eine Broschüre helfen. Es werden zum Beispiel Stellungen vorgestellt, die besonders gut für Herzpatienten geeignet sind.

 

Bessere Information für Patienten mit Herz-Kreislauf-Problemen

Männern ist es oft peinlich, Erektionsstörungen zuzugeben. Diese können aber auch im Zusammenhang mit Herzmedikamenten stehen. Wer das Probleme beim Kardiologen anspricht, kann in den meisten Fällen Hilfe bekommen.

Viele Kardiologen waren sich in den letzten Jahren der Thematik offenbar nicht bewusst. Daher wollen sie zukünftig offener die Themen ansprechen, um den Patienten die Hemmungen zu nehmen. Herzkranke können ihr Liebesleben wieder besser genießen.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.