Slackline: Der neue Trendsport

Die coole Form des Seiltanzes

Wer bei gutem Wetter durch die Parks schlendert, der wird sie sicherlich beobachten können. Meist junge Menschen spannen zwischen zwei Bäume ein Nylon-Band und balancieren darauf – die so genannte Slackline. Einer neuer Trendsport, der in vielen deutschen Parks Einzug gehalten hat.

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Balancieren auf der Slackline

 

Die Slackline erfordert Koordination, Balance und Konzentration. Das macht den Trendsport zu einer guten Trainingsmethode für andere Sportarten mit ähnlichen Schwerpunkten. Dazu zählen beispielsweise Skifahren, Snowboarden, Klettern, Kampfsport aber auch Reiten.

 

Slacklining: Einfach aber fordernd

Ein Grund für die steigende Beliebtheit dürfte in der Einfachheit der neuen Trendsportart „Slacklining“ liegen, die in 1980er Jahren in den USA entstanden ist. Man benötigt nichts weiter als eine Slackline und zwei dicht beieinander stehende Bäume oder andere Befestigungsmöglichkeiten. Schon kann es losgehen.

Wichtigster Unterschied zum bekannten Hochseiltanz aus dem Zirkus ist, dass die Slackline nicht straff gespannt wird sondern ein wenig durchhängt. Dadurch verändert das Körpergewicht mit jedem Schritt auf dem Seil den Balanace-Punkt. Der Slackline-Tänzer muss sich ständig an die neuen Balance-Verhältnisse anpassen. Darin liegt sowohl der Reiz als auch die Herausforderung der Slackline. Ein hohes Maß an Konzentration ist erforderlich, um keine Bekanntschaft mit dem Erdboden zu machen. Um das Gleichgewicht auf der Slackline zu halten, müssen viele Muskeln im Körper gleichzeitig angespannt werden. So ist Slacklining ein sehr effizientes Ganzkörper-Training.

Trotz ihres modernen Images ist die Slackline für Jung und Alt geeignet. Kinder ab sechs Jahren können auf ihr die Feinmotorik üben, während sich ältere Menschen zwischen 50 und 60 Jahren ihre Beweglichkeit erhalten können. Für die älteren Seiltänzer gilt allerdings: Wer bereits Gelenk-Beschwerden hat oder im höheren Alter mit dem Sport beginnt, sollte sich zuvor mit dem Hausarzt beraten.

 

 

Viele Slackline-Variationen

Der Anfang auf dem Nylon-Band ist schwer. Die Versuche sicher stehen zu bleiben oder sich gar zu bewegen, scheinen zunächst aussichtslos. Es erfordert eine gewisse Frustrationstoleranz und Ausdauer, um erste Erfolge auf der Slackline zu erzielen. Natürlich steht dabei immer der Spaß im Vordergrund.

Die gängigste Form der Slackline ist die sogenannte Lowline oder Tickline. Auf ihr erzielen auch Anfänger erste Erfolge. Slacklining-Tricks wie „Rückwärts laufen“, in die Hocke gehen, umdrehen, hinsetzen oder hinlegen erhöhen den Schwierigkeitsgrad. Es gibt noch etliche weitere Varianten der Slackline. Etwa die „Waterline“, die über ein Gewässer gespannt wird (hier unbedingt auf eine Mindestwassertiefe von 1,40m achten!) oder die Darkline, die an einem dunklen Ort gespannt wird. Hier liegt die Herausforderung zusätzlich darin, dass das Nylonband nicht gesehen werden kann und sich der Sportler auf seine anderen Sinne verlassen muss. Die Rodeoline ist besonders schlaff gespannt, sodass das Balancieren deutlich schwieriger wird. Hier ist auch die Gefahr von schwereren Stürzen größer. Bei der Longline handelt es sich um eine besonders langes Band, was sich deutlich unruhiger verhält und das Gehen auf ihm deutlich erschwert.

 

An die Bäume denken!

Wer in öffentlichen Park oder im eigenen Garten eine Slackline aufspannt sollte allerdings den Baumschutz nicht vergessen. Die Bäume sollten einen ordentlichen Durchmesser haben – 30 Zentimeter und mehr sind empfehlenswert – und dazu gesund sein. Dann kann der Baum das Gewicht eines durchschnittlichen Erwachsenen ohne Probleme und Folgeschäden tragen.

Dazu ist es sehr ratsam unter die Befestigung des Nylonbandes eine Sicherheitsmatte zu legen, um auch die Rinde des Baumes nicht zu beschädigen. Diese gibt es im Fachhandel, in dem auch Slacklines angeboten werden. Alternativ eignen sich alte Teppiche oder Autofußmatten aber ebenso. Andere Befestigungen, wie Geländer, Stangen oder ähnliches sind auch möglich, sollten aber im Vorfeld gründlich auf ihre Belastbarkeit geprüft werden. Beim Anbringen des Bandes unbedingt auf die Herstellerangaben achten!

Zur persönlichen Sicherheit sollte auch darauf geachtet werden, die Slackline nicht zu hoch zu hängen. Der Untergrund muss eine abfedernde Wirkung haben. Ungeeignet sind daher Beton oder Natursteinflächen. Als Untergrund eignen sich Sand, Erde oder Gras besonders gut. So besteht bei einem ungewollten Abgang von der Slackline kaum Verletzungsgefahr.

 

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