Sport in der Schwangerschaft fördert kindliche Gehirnentwicklung

Weitere Vorteile von Bewegung & Fitness bei Schwangeren belegt

Dass Sport dem menschlichen Gehirn gut tut, ist nichts neues. Kanadischen Forschern ist es nun aber gelungen, nachzuweisen, dass sportliche Schwangere die Gehirn-Entwicklung ihres ungeborenen Kindes fördern.

© Joanna Malinowska / freestock.org

Sport während der Schwangerschaft ist sinnvoll.

 

Auf dem Neuroscience 2013 Kongress in San Diego stellte ein Kanadisches Forscherteam rund um Studienleiter Dave Ellemberg ihre neuesten Ergebnisse vor. Diese sind zwar verblüffend, aber auch einleuchtend.

 

Sport hilft ungeborenen Kindern

„Wir wissen, dass Sport das Gehirn von Erwachsenen positiv beeinflusst. Also haben wir überlegt, dass die mütterlichen Aktivitäten auch günstig für das Gehirn ungeborener Kinder sein könnten“, so Ellemberg. Um diese Idee zu belegen, teilte er schwangere Frauen im vierten bis sechsten Monat in zwei Gruppen ein. Die eine war drei mal pro Wochen 20 Minuten sportlich aktiv. Dabei wurden die Frauen so belastet, dass sie leicht aus dem Atem, aber nicht total erschöpft waren. Eine Kontrollgruppe machte derweil keinen Sport.

In der zweiten Woche nach der Geburt des Kindes untersuchten die Forscher dessen Hirnaktivitäten. Dazu platzierten sie über 100 Elektroden auf dem Schädel des jungen Probanden. Dann warteten sie, bis er im Arm der Mutter einschlief. Im Schlaf untersuchten sie das auditorische Gedächtnis der Babys, sowie dessen Reaktion auf unbekannte Geräusche.

 

 

Schwangere sollten Sport treiben

Dabei stellte sich heraus, dass sich das Gehirn der Babys der sportlich aktiven Mütter schneller entwickelte. Das ist insofern bedeutend, da Schwangeren lange Zeit geraten wurde, sich vor allem zu schonen. „Ganz simple sportliche Betätigungen während der Schwangerschaft können die Zukunft des Kindes beeinflussen“, empfiehlt Ellemberg. „Wir sind optimistisch, dass die Ergebnisse Frauen dazu ermutigen, ihre Gewohnheiten zu ändern.“

Mittlerweile ist auch bekannt, dass Schwangere, die Sport treiben, weniger Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt haben. Auch erholen sie sich schneller, wenn das Kind auf der Welt ist.

Als nächstes wollen die Forscher untersuchen, ob der Vorsprung auch noch einem Jahr nach der Geburt messbar ist. Dazu wollen sie die sprachliche und motorische Entwicklung der Kinder untersuchen.

 

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