Stirnhöhlenentzündung: Natürliche Hilfe mit Homöopathie & Hausmitteln

Sanfte Hilfe bei Sinusitis frontalis

Viele Schnupfen- und Erkältungsgeplagte leiden nicht nur unter schweren Nies- und Hustenattacken, sondern auch unter starken Kopfschmerzen. In manchen Fällen steckt eine Stirnhöhlenentzündung, die sogenannte Sinusitis frontalis, dahinter. Dabei handelt es sich um eine Unterform der Nasennebenhöhlenentzündung, bei der sich die Schleimhaut in mindestens einer der beiden Stirnhöhlen entzündet. Innerhalb weniger Stunden entwickeln sich starke und stechende Schmerzen hinter Stirn und rund um das Auge. Beugt der Patient den Kopf nach vorne, nehmen die Beschwerden zu. Begleitet werden kann die akute Stirnhöhlenentzündung von schleimig-eitrigem Schnupfen und einer Bindehautentzündung. Wird sie nicht richtig behandelt, kann sie sogar chronisch werden. Die trimeda-Redaktion verrät, was man tun kann, um die Immunabwehr sanft zu unterstützen und die Symptome schnell zu lindern.

© Sebastian Smit / freeimages.com

Wen nach einer Erkältung starke und stechende Kopfschmerzen plagen, kann sich eine Stirnhöhlenentzündung eingefangen haben. Hausmittel und Homöopathie unterstützen sanft die konventionelle Therapie. Für eine schnelle Genesung!

 

Erste Hilfe bei der Stirnhöhlenentzündung: Ruhe und Wärme

Die wichtigste Maßnahme: Schonung. Sorgen Sie außerdem für ausreichend Wärme. Wer es mag, kann Rotlicht einsetzen oder ein Dampfbad machen. Bei letzterem eignen sich Salbei, Majoran, Kamille, Eibisch oder Augentrost als Basis für den Sud zum Inhalieren.

Wenn Sie an die frische Luft gehen, vergessen Sie keinesfalls Mütze oder Stirnband. Wie bei vielen grippalen Infekten trägt auch eine gesunde, vitaminreiche Kost zur schnellen Genesung bei. Trinken Sie ausreichend. 2,5 Liter am Tag sollten es schon sein – am besten stilles Wasser oder Kräutertees. Die Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, denn sie sorgt dafür, dass sich das anstauende Sekret besser verflüssigt und so schneller abfließen kann. Viele schwören auf die Wirkung von Ananas, Mango und Papaya. Diese enthalten viele Enzyme, die die Stoffwechselprozesse im Körper beschleunigen. Experten attestieren den genannten Obstsorten außerdem eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Mittlerweile gibt es die Enzyme auch in Tablettenform.

Die konventionelle Therapie bei einer Stirnhöhlenentzündung können Sie unterstützen durch das Inhalieren mit Meersalz. Schnelle Linderung bei einer verstopften Nase und dem Gefühl, dass der Kopf zu platzen droht, bringen außerdem Nasensprays. Hier sollten Sie darauf achten, dass diese auf Meersalzbasis sind, um die angegriffenen Schleimhäute nicht weiter auszutrocknen.

 

Kraft der Natur: Schüssler Salze & Phytotherapie

Wer gute Erfahrungen mit Schüssler Salzen gemacht hat, kann auch damit eine Kur beginnen. Experten empfehlen bei der Stirnhöhlenentzündung Calcium floratum (Schüssler Salz Nr. 1), Ferrum phosphoricum (Schüssler Salz Nr. 3), Kalium chloratum (Schüssler Salz Nr. 4), Kalium sulfuricum (Schüssler Salz Nr. 6) und Silicea (Schüssler Salz Nr. 11).

Ganz auf die Kraft der Natur setzt ebenfalls die Phytotherapie. Hier kommen bei der Stirnhöhlenentzündung beispielsweise Primel und Efeu zum Einsatz. Sie sollen helfen, das Sekret zu verflüssigen. Zur Unterstützung empfehlen Ärzte wie auch Apotheker gerne das Präparat „Gelomyrtol“. Es enthält Eukalyptusöl, Süßorangenöl, Myrtenöl und Zitronenöl. Es soll antimikrobiell, entzündungshemmend und krampflösend wirken. Es hilft so, den Schleim in den Atemwegen zu lösen und das Abhusten zu fördern. Auch Kapuzinerkresse, Meerrettich, Zwiebel und Ingwer haben eine antibiotische Wirkung und können den Heilungsprozess bei einer Stirnhöhlenentzündung unterstützen.

 

Omas Hausmittel bei Stirnhöhlenentzündung

Unter Omas Hausmitteln finden sich außerdem noch weitere Tipps gegen die Stirnhöhlenentzündung:

  • Tipp Nr. 1: Zerdrücken Sie geschälte, gekochte Kartoffeln und wickeln Sie die Masse in ein Tuch. So warm wie möglich sollte der Wickel auf und neben die Nase sowie die Stirn gelegt werden. Die Wärme hilft, den Schleim zu lösen und nimmt so den aufgebauten Druck.
  • Tipp Nr. 2: Quarkwickel. Bestreichen Sie einen Waschlappen oder ein Baumwolltuch ca. 1 cm dick mit kaltem Quark. Legen Sie sich das Tuch auf die betroffenen Stellen (Stirn, Nase und/oder Wangen). Der Quarkwickel nimmt die drückenden Schmerzen. Die Milchsäure soll außerdem entzündungshemmend wirken.
  • Tipp Nr. 3: Propolis. Umgangssprachlich wird es auch als Bienenharz oder natürliches Antibiotika der Bienen bezeichnet. Denn es handelt sich um eine harzartige Masse, die antibakteriell, antiviral und antmykotisch wirkt. Damit schützt sich ein Bienenstock vor eingeschleppten Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen. Propolis gibt es mittlerweile als Tinktur, als Bonbons aber auch als Kapseln.
  • Tipp Nr. 4: Nach einem warmen Fußbad schneiden Sie eine Zitrone in Scheiben und legen Sie die Scheiben an die Fußsohle. Am besten mit einer Bandage oder Wollsocke fixieren und über Nacht wirken lassen.
  • Tipp Nr. 5: Hühnerbrühe mit kräftigen Gewürzen. Hühnerbrühe kräftigt das Immunsystem, ist äußerst bekömmlich und gibt Kraft. Würzen Sie das Essen außerdem immer kräftig. Zum einen ist der Geschmackssinn durch die Erkrankung eh beeinträchtigt. Zum anderen wirken auch viele Gewürze harmonisierend, befreiend und schleimlösend. Mit Cayennepfeffer, Chili, Knoblauch, Curcuma, Thymian und Zimt bringen Sie Ihren Körper schnell wieder ins Gleichgewicht.

 

Disclaimer
Die Beiträge von gesundheit-information.de enthalten lediglich Hinweise. Nutzen Sie die Beiträge und Informationen nicht zur Selbstbehandlung. Sie ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Ihre speziellen Fragen können wir leider nicht beantworten.