Streit an Weihnachten: Wie Sie dieses Jahr dem Ärger aus dem Weg gehen

Minenfeld "Weihnachtspflichtprogramm" entschärfen

Trifft die Großfamilie beim Weihnachtsfest aufeinander und befinden sich ein paar „hitzige Typen“ unter den Gästen, so eskaliert das Fest nicht selten im Streit. In manchem Familien gehört das Wortgefecht beinahe zur Weihnachtstradition. Dem Fest der Liebe sehen daher viele mit gemischten Gefühlen entgegen. Doch dieses Jahr ist Schluss mit dem obligatorischen Weihnachtsstreit. Mit ein paar Konfliktvermeidungstipps können Sie dem Fest entspannt und stressfrei entgegensehen.

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Streit unterm Weihnachtsbaum muss nicht sein. Er lässt sich vermeiden. Wie Sie am besten deeskalieren, erfahren Sie von der trimeda-Redaktion.

 

Auf Knopfdruck Lächeln gehört nicht automatisch zum Weihnachtspflichtprogramm

An Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen wird die Freude zum Pflichtprogramm erhoben. Streit passt nicht zu Weihnachten. Dieser Anspruch ist jedoch nicht immer zu erfüllen. Die Emotionen stauen sich auf und jeder ist bereits vor dem Fest „bedient“. Dieses Konfliktpotenzial für die Weihnachtsfeiertage gilt es zu entschärfen. Psychologen sagen, dass man Freude und gute Laune nicht einfach verordnen kann. Im Gegenteil. Wenn der Gute-Laune-Druck zu groß ist, man den Kopf irgendwie voll hat und sich an Weihnachten einfach nicht freuen kann, schiebt man die Schuld dann gerne den anderen zu. Überzogene, nicht erfüllbare Forderungen sorgen dafür, dass es an Weihnachten schneller zum Streit kommt als gedacht.
Deswegen als Tipp: Schrauben Sie die Ansprüche herunter. Weihnachten kann richtig schön, harmonisch und rund sein. Es muss aber nicht. Mit diesem kleinen Kniff entzerren Sie bereits viel Konfliktpotential und geben dem Streit an Weihnachten weniger Chancen.

 

Schaffen Sie Rückzugsräume

Normalerweise hält man sich das ganze Jahr über die Verwandtschaft auf die Distanz, die notwendig ist, um respektvoll miteinander umzugehen. Nur weil man miteinander verwandt ist, heißt das ja nicht in jedem Fall, dass man immer und mit jedem gut miteinander kann. Diese innerfamiliär gut ausgeloteten Grenzen von Nähe und Distanz werden an den Feiertagen einfach eingerissen. Das ständige Beisammensein wird zur Pflicht erhoben. Wenn man etwas Zeit für sich braucht, wird dies schnell fehlgedeutet. Häufig führt das zu unangemessenen Anschuldigungen. Beispielsweise, dass die betreffende Person Verrat an der weihnachtlichen Familienharmonie beginge. Wer diese Unterstellungen (zu recht) energisch zurückweist, provoziert den Eklat und damit den Streit an Weihnachten. Eine Verschärfung des Problems bringt die Platzsituation mit sich. Besuchen erwachsene Kinder mit ihren Familien die Eltern, so wird es in der Wohnung oder dem Haus recht eng. Vielfach heißt es dann: „Es ist Weihnachten! Wir rücken einfach enger zusammen!“ Doch so fehlen wichtige Rückzugsräume.
Auch wenn es schön ist, alle beisammen zu haben. Laufen die Familienfeste seit Jahren nicht harmonisch ab oder haben Sie wenig Platz, sollten Sie versuchen, den Weihnachtsbesuch zu staffeln. Rückzugsräume helfen, den vorprogrammierten Streit an Weihnachten aus dem Weg zu gehen.

 

 

Alltagskompromisse dürfen auch an Weihnachten nicht außer Kraft gesetzt werden

In jeder Familie gibt es im normalen Alltag Kompromisse, die das Alltagsleben regeln und helfen, Streit zu vermeiden. Durch die Feiertagserwartungen werden diese Kompromisse an Weihnachten häufig außer Kraft gesetzt. Klassisches Beispiel: Der Sohn mag normalerweise keine Klöße. An Weihnachten herrscht jedoch die Erwartung, dass er wenigstens einmal im Jahr Klöße essen kann.
Die Psychologie des Kompromisses ist verzwackt. Viele haben dabei das Gefühl, mehr zu geben als sie zurückbekommen. Im Alltag kann man dieses Gefühl einfach unterdrücken. Doch gerade an Weihnachten hegen viele die Erwartung, dass auf ihre Bedürfnisse besondere Rücksicht genommen wird. So wünscht sich beispielsweise die Mutter, dass die Kinder den Heiligabend zu Hause im Kreis der Familie feiern. Die Kinder möchten jedoch zumindest nach dem Familienessen lieber ausgehen und nicht die ganze Zeit bei den Eltern herum sitzen. Hier  ist die Auseinandersetzung, die sich spätestens Heiligabend entlädt, bereits Wochen vorher absehbar. Treffen Sie mit Ihren Kindern deswegen rechtzeitig einen Kompromiss, um dem Streit an Weihnachten bereits im Vorfeld aus dem Weg zu gehen.

 

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