Studie: Immer mehr Menschen greifen zu Crystal Meth

Warum die Teufelsdroge viele Gesellschaftsschichten erreicht

Crystal Meth ist zweifelsohne eine der gefährlichsten Drogen der Neuzeit. Sie ist spottbillig, macht extrem schnell abhängig und lässt Menschen schon innerhalb kürzester Zeit zu Grunde gehen. Eine neue Studie zeigt. Immer mehr Schüler, Berufstätige und Mütter nehmen das Teufelszeug.

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Genau wie LSD (Lysergsäurediethylamid) ist Crystal Meth (Methamphetamin) eine synthetische Droge.

 

In einer ersten großen Studie hat das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung an der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Konsumenten von Crystal Meth befragt. Dabei ging es vor allem um deren Lebensumstände, Beruf, Konsumgewohnheiten und den ersten Kontakt mit der Droge.

 

Chrystal Meth: Billigdroge mit Horrorwirkung

Crystal Meth funktioniert, unwissenschaftlich gesprochen, so: die Neuronen im menschlichen Hirn verschießen innerhalb kürzester Zeit ihr gesamtes Pulver. Der Konsument ist lange wach, sehr leistungsfähig und kann sich viele Dinge merken. Doch in der Down-Phase schaffen die Neuronen dann die alltäglichen Aufgaben nicht mehr und es kommt zu einer Depression.

Die Droge ist derzeit in Deutschland auf dem Vormarsch. Das liegt auch an ihrem Preis – bereits für wenige Euro gibt es eine ordentliche Dosis. Doch der Konsum hat dramatische Folgen – sie macht extrem schnell süchtig und zerstört innerhalb kürzester Zeit den Charakter und die sozialen Kontakte der Konsumenten.

 

Gesellschaftlich auf dem Vormarsch

Bisher galt Crystal Meth vor allem als Droge für Junkie und Party-Gänger. Doch die Studie zeigte: Immer mehr Berufstätige und Studenten greifen auf das Horror-Mittel zurück. Die Hälfte der Befragten gaben an, Crystal wegen der positiven Wirkung im Beruf zu konsumieren. Ein Drittel gab Schule oder Studium als Motivation an.

Crystal ist damit weiter auf dem Vormarsch in Deutschland. 2012 gab das BKA an, dass 2556 Menschen das erste Mal in Zusammenhang mit Crystal auffällig geworden sind. Das waren über 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

 

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